Alpthal SZ: Studenten färben Fluss giftgrün ein
Aktualisiert

Alpthal SZStudenten färben Fluss giftgrün ein

Im Kanton Schwyz präsentierte sich der Fluss Alp in leuchtendem Grün. Grund war eine Messung der Uni Zürich – dabei gelangte zu viel Farbstoff in die Alp.

von
gwa

«Als ich zum Fenster hinaussah, dachte ich zuerst, ich sähe nicht richtig», sagt Leser-Reporter Raphael Ochsner. Die Alp gab ein ungewohntes Bild ab – der Fluss leuchtete am Montag zwischen Brunni und Alpthal in einem giftigen Grün. So hatte Ochsner den Fluss noch nie gesehen. «Leider weiss ich nicht, was es war. Es gab aber tolle Fotos», sagt er. «Da hat wohl irgendjemand eine Messung durchgeführt», vermutet Ochsner.

Mit seiner Vermutung lag der Leser-Reporter goldrichtig: «Wir haben mit Studierenden einen Feldkurs durchgeführt, bei dem etwas zu viel Farbstoff ins Wasser gelangt ist. Der Farbstoff ist nicht toxisch und für die Umwelt unbedenklich», sagt Professor Jan Seibert von der Universität Zürich. Seibert ist Leiter der Gruppe Hydrologie und Klima am Geographischen Institut und führt öfter solche Versuche durch. Mit der Farbe sollten die Studenten im Rahmen ihrer Ausbildung herausfinden, wie viel Wasser durch die Alp fliesst.

Das Prinzip funktioniert so: «Der Farbstoff wird in den Fluss gemischt und wird vom Wasser verdünnt», sagt Seibert. Weiter unten im Flusslauf wird die Konzentration des Farbstoffs im Wasser gemessen: «So können wir die Wassermenge errechnen.» Der Farbstoff wird auch eingesetzt, um Informationen über Fliessgeschwindigkeiten zu erhalten.

Behörden wurden umgehend informiert

Laut Seibert ist es bei solchen Versuchen jeweils schwierig, die benötigte Menge Farbstoff richtig abzuschätzen. «Um die Menge genau zu berechnen, müssten wir auch die Wassermenge bereits kennen. Genau diese wollen wir aber mit dem Versuch ja bestimmen», sagt er. Der grosse Vorteil dieser Methode: «Der Farbstoff eignet sich sehr gut zur Visualisierung für die Studierenden.» Beim Versuch am Montag landete jedoch etwas zu viel Farbe im Wasser – die Alp wurde sehr stark eingefärbt. «Die Studierenden waren natürlich begeistert», so Seibert. Als die Gruppe bemerkte, dass zu viel Farbe ins Wasser gelangte, habe man umgehend die Behörden über den Versuch und die Färbung in Kenntnis gesetzt.

Beim Umweltdepartement des Kantons Schwyz wusste man im Vorfeld nichts vom Test: «Wir hatten keine Kenntnis davon», sagt Sandro Betschart, Sachbearbeiter bei der Abteilung Gewässerschutz. Von der Umweltschutzpolizei sei man auf den Vorfall hingewiesen worden. Folgen für die Umwelt hat der Farbstoff aber nicht, wie Betschart bestätigt: «De Umwelt trug keine Schäden davon.»

Mit Farbstoffen können auch Gletscherabflüsse untersucht werden (Video: SRF)

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