Studenten jagen Online-Piraten
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Studenten jagen Online-Piraten

Die Musikindustrie setzt im Kampf gegen die Online-Piraterie auf die Hilfe von Studenten. Sie durchforsten gezielt das Internet, sammeln IP-Adressen und übergeben sie der Staatsanwaltschaft.

Laut einem Bericht auf Welt-Online sitzen alleine in Hamburg 80 Studenten, die nichts anderes machen, als im Auftrag der Musikindustrie illegal bereitgestellte Musik runterzuladen. Die IP-Adresse des Anbieters wird gespeichert und einer Anwaltskanzlei übergeben, die Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft einreicht und ihr die archivierten Daten übergibt. Der Internetprovider wird in der Folge von der Staatsanwaltschaft aufgefordert, Name und Adresse zur zugehörigen IP auszuhändigen. Laut Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie, kommen auf jeden legal runtergeladenen Song rund zehn illegal erworbene Titel.

Die Kommentare auf den Artikel zeigen wenig Verständnis für die schnüffelnden Studenten. «Wie sind sie moralisch in der Lage dazu, gezielt Kinder abzuzocken? Eine Industrie zu unterstützen, die so unendlich reich geworden ist, reicher als die meisten Fürstentümer und venezianischen Handelshäuser, und nun ihre eigenen Kunden mit derartigen unseriösen unrechtmässigen Mitteln angreift», ist nur eine Reaktion von vielen Gleichartigen.

In der Schweiz ist das Beziehen von Musik und Filmen aus dem Internet auch von Gratis-Online-Tauschbörsen legal. Allerdings macht sich der Anbieter der Daten strafbar.

(mbu)

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