Aktualisiert 22.05.2013 20:58

FHS-NeubauStudenten klagen: Neue Bibliothek zu laut

Seit Februar dürfen Studenten die Bibliothek im FHS-Neubau nützen, bald soll sie öffentlich werden. Doch der imposante Bau hat Kinderkrankheiten.

von
Simon Städeli
Die neue FHS-Bibliothek gibt zu reden: Studenten beklagten sich, sie sei zu laut und schliesse viel zu früh.

Die neue FHS-Bibliothek gibt zu reden: Studenten beklagten sich, sie sei zu laut und schliesse viel zu früh.

Fast 3000 Studenten der Fachhochschule St. Gallen (FHS) büffeln seit Februar im brandneuen Hochhaus beim Bahnhof St. Gallen. Als Herzstück des 124-Millionen-Gebäudes gilt die Bibliothek. Doch diese offenbart seit der Eröffnung Mängel: Studenten beschweren sich, dass es darin zu laut sei und sie nicht lernen könnten. Denn die FHS-Biblio erstreckt sich über drei offene Stockwerke, die nicht von der Ausleihetheke – wo viel geredet wird – getrennt sind.

«Wir haben einige Reklamationen erhalten», bestätigt Bibliothekarin Lisa Oberholzer. Die gute Akustik sei der Nachteil des schönen, offenen Raums. «Viele Studenten behelfen sich mit Oropax oder Kopfhörern», so Oberholzer. Zudem würden die Angestellten nun leiser sprechen. «Baulich können wir nichts machen.» Zwar prüfe man eine Glaswand, dies sei aber wohl zu teuer.

Bibliothek soll länger offen haben

Ein weiteres Problem sind die Öffnungszeiten: Die FHS-Biblio schliesst bereits um 18 Uhr, während die HSG-Bibliothek zum Beispiel bis 23 Uhr geöffnet ist. Zu früh, finden viele Studenten. Darauf reagiert die FHS: Im Juni während den «Lernferien» soll die Biblio bis 20 Uhr geöffnet sein. «Wir suchen noch studentische Hilfskräfte», sagt Oberholzer. Ab dem 1. Juni ist die Bibliothek dann für alle Ostschweizer geöffnet.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.