Aktualisiert 08.10.2017 16:33

ETH-Entrepreneur-Projekt

Studenten leben während vier Tagen in Glaswürfeln

In nur vier Tagen müssen drei Gruppen mit je fünf Studenten bahnbrechende Ideen präsentieren. Doch: Gearbeitet und gewohnt wird in durchsichtigen Glaswürfeln mitten in der Stadt.

von
tür

Direkt beim Paradeplatz steht neuerdings ein Glaswürfel des ETH-Entrepreneur-Clubs Zürich. Fünf Studenten aus aller Welt wohnen in den kommenden vier Tage darin – Tag und Nacht. Grund: Das Team muss bis Montag eine Idee entwickeln, wie die Börse der Zukunft aussehen soll.

Sie sind aber nicht allein. Beim Landesmuseum direkt am Hauptbahnhof und auf der Polyterrasse der ETH stehen noch zwei weitere Glaswürfel. Auch dort wird in den kommenden Tagen mit Hochdruck gearbeitet, einfach zu anderen Themen. So muss sich das Team der Polyterrasse mit Bildung auseinandersetzen, während die Gruppe vom Landesmuseum einen Prototyp zu moderner Mobilität ausarbeiten soll.

«Privatsphäre geht verloren»

«Ziel der Aktion ist, dass die Studenten Start-up-Luft schnuppern können», sagt Gregory Inauen, Präsident des ETH Entrepreneur Club, der das Projekt organisiert. «Zusätzlich hoffen wir natürlich auch, dass bei dieser Challenge bahnbrechende Ideen hervorkommen.»

Damit die Studenten immerhin ein bisschen Privatsphäre haben in den kommenden Tagen, gibt es einen kleinen zusätzlichen Raum mit Betten, der von den Blicken der Passanten geschützt ist. Und was machen die Studenten, wenn sie aufs WC müssen oder duschen möchten? «Da gibt es diese Züri-WCs, die sind ja öffentlich. Und zum Duschen finden wir schon noch eine Lösung», sagt Sebastian Pinegger lachend, der selber übers Wochenende im Würfel lebt. «Die Privatsphäre geht schon ein wenig verloren, aber für vier Tage ist das nicht so schlimm.»

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