Universität Zürich: Studenten machen auf UNO-Diplomaten
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Universität ZürichStudenten machen auf UNO-Diplomaten

An der Universität Zürich findet zum ersten Mal das Model United Nations Treffen statt. Dabei simulieren Studenten eine UNO-Konferenz – und müssen sich dafür extra in Schale werfen.

von
fro
Das MUN-Treffen soll wie eine richtige UNO-Konferenz sein. Hier fand sie in New York statt.

Das MUN-Treffen soll wie eine richtige UNO-Konferenz sein. Hier fand sie in New York statt.

Was an renommierten Hochschulen wie der Harvard University und der University of Oxford gang und gäbe ist, kommt erstmals nach Zürich: die Model United Nations Konferenz (MUN). Von Donnerstag bis Sonntag treffen sich Studenten aus über 100 Ländern an der Universität Zürich, diskutieren über aktuelle Weltthemen und versuchen, Lösungen dafür zu finden. Organisiert wird die Konferenz von den MUN-Teams der Uni Zürich und der ETH Zürich.

«Die Studenten spielen dabei Diplomaten und werden einem bestimmten Land zugeteilt – es darf jedoch nicht das eigene sein», sagt Alexia Förster, Mitglied des MUN-Marketing-Teams. Die Botschafter bilden dann in einer Gruppe von rund 20 Leuten aus verschiedenen Ländern ein Komitee. «Im Komitee der Weltgesundheitsorganisation sind beispielsweise die Schweiz, Holland und Nigeria vertreten», sagt Förster.

Dabei werden weltpolitische Themen wie etwa die Bekämpfung von HIV oder die internationale Schutzimpfung diskutiert. Die Länder mit den gleichen Interessen müssen zusammenarbeiten und sich mit dem Thema auseinandersetzen. Förster spielt an der Konferenz keine Diplomatin: «Ich bin mit meinem Team für die Medien und das Marketing zuständig.»

Englisch als Arbeitssprache

«Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen natürlich wie an einer echten UNO-Konferenz im Anzug erscheinen», sagt Förster. «Denn das Meeting soll so echt wie möglich wirken.» Deshalb hielt Eduard Gnesa, Sonderbotschafter für Migrationszusammenarbeit, bei der Eröffnungsfeier am Donnerstagabend eine Rede. Zudem wird das Meeting auf Englisch durchgeführt.

Ziel des simulierten Treffens ist es, einen Einblick in die Arbeit der Vereinten Nationen zu erhalten. «Die Studenten lernen zu debattieren und können sich mit internationalen Themen auseinandersetzen», sagt Förster und betont: «Wichtig sind dabei Toleranz und ein fairer Umgang.»

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