Aktualisiert 06.12.2014 12:19

Hongkong

Studentenführer Wong bricht Hungerstreik ab

108 Stunden lang hat der Hongkonger Studentenführer Joshua Wong nichts gegessen. Nun fühlt sich der Aktivist schwach und schwindelig. Er bricht den Hungerstreik ab.

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In der Nacht auf den 1. Dezember 2014 kam es in Hongkong zum wiederholten Mal zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten. Vier Polizisten wurden verletzt, 40 Personen festgenommen.

In der Nacht auf den 1. Dezember 2014 kam es in Hongkong zum wiederholten Mal zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten. Vier Polizisten wurden verletzt, 40 Personen festgenommen.

Keystone/Alex Hofford
Am 29. November kam es in Hongkong erneut zu Zusammenstössen. 28 Personen wurden verhaftet.

Am 29. November kam es in Hongkong erneut zu Zusammenstössen. 28 Personen wurden verhaftet.

Keystone/Alex Hofford
Am 25. November ist es bei der Räumung von Barrikaden zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen.

Am 25. November ist es bei der Räumung von Barrikaden zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen.

Keystone/Jerome Favre

Der Hongkonger Studentenführer Joshua Wong hat nach vier Tagen seinen Hungerstreik abgebrochen. Er habe auf Anraten der Ärzte die Protestaktion abgebrochen, erklärte der 18-jährige Demokratieaktivist am Samstag im Internet.

Er habe sich schwach und schwindelig gefühlt, nachdem er 108 Stunden lang keine Nahrung mehr zu sich genommen hatte. Das Ende des Hungerstreiks bedeute aber nicht, dass die Hongkonger Führung die Forderungen der Demokratiebewegung ignorieren könne, erklärte Wong. Er war mit zwei Studentinnen am Montag in den Streik getreten, um die Führung zu neuen Gespräche zu drängen.

Die Studentin Isabella Lo brach ihre Protestaktion am Freitag ab, dafür schlossen sich zwei weitere Frauen dem Hungerstreik an. Die drei Studentinnen kündigten am Samstag an, die Aktion fortzuführen. Wong und die anderen Aktivisten leben in Zelten im Protestlager im Viertel Admirality.

Freie Wahlen gefordert

Die von den Studenten angeführte Demokratiebewegung demonstriert seit Wochen in der chinesischen Sonderverwaltungszone für freie Wahlen. Die Zentralregierung in Peking will den Bürgerinnen und Bürgern der früheren britischen Kronkolonie zwar 2017 erstmals die Wahl des Verwaltungschefs erlauben, aber selbst zuvor die Kandidaten auswählen.

Die Demonstranten haben mehrere Plätze und Strassen im Zentrum der Küstenmetropole besetzt, doch wurden die meisten ihrer Protestlager inzwischen von der Polizei geräumt. Dabei gab es wiederholt gewaltsame Auseinandersetzungen. (sda)

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