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Lena PetermannStudentin wird zum Kopfballungeheuer

Lene Petermann köpfte für die DFB-Elf von Silvia Neid gegen Thailand gleich zweimal ein und wurde so vom Joker zur Matchwinnerin.

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mr/dpa/sid

Lena Petermann kann es nach ihrem Kopfball-Doppelpack gegen Thailand erstmal nicht fassen: «Ich glaube nicht, was hier abgeht und muss mich erst etwas berappeln», sagt die Stürmerin. Innerhalb von zwei Minuten (56./58.) netzte die 21-Jährige beim 4:0 gegen Thailand gleich zweimal ein.

Ihre beiden ersten WM-Tore waren zugleich ihre ersten Treffer im erst vierten A-Länderspiel der DFB-Frauen. Beide Tore erzielte Petermann als Joker.

Bundestrainerin Silvia Neid hatte die 1, 76 Meter große Cuxhavenerin gleich zu Beginn der zweiten Hälfte gebracht. Und die bewies Köpfchen: «Ich mag Kopfbälle. Das liegt vielleicht daran, dass ich groß gewachsen bin.»

Petermann schoss letztes Jahr die U20 zum WM-Erfolg

Kanada ist ein gutes Pflaster für Petermann, die sonst für den SC Freiburg stürmt: Beim WM-Triumph der U20-Nationalmannschaft im vergangenen August avancierte sie im Finale gegen Nigeria (1:0) in der Verlängerung mit ihrem Siegtor zum Golden Girl.

«Dass ich schon die U20-WM in Kanada gespielt habe, ist natürlich in gewisser Weise ein Vorteil. Ich kenne den Kunstrasen, die Bedingungen hier», sagte Petermann.

Silvia Neid lobt die ehrgeizige und fleißige Lehramtsstudentin mit den Fächern Sport und Englisch. «Lena ist für ihre jungen Jahre schon eine sehr gute Persönlichkeit. Sie hat sich bei uns schnell integriert und ist eine sehr nette Person. Auf dem Platz zeigt sie dann, dass sie auch anders kann.» Die 15 Jahre ältere Torhüterin Nadine Angerer findet ebenfalls: «Ich gönne ihr die beiden Tore sehr. Lena ist ein super Typ.»

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