Studie: Akupunktur wirkt
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Studie: Akupunktur wirkt

Britische Forscher haben entdeckt, dass die Nadelkur eine nachweisbare Wirkung auf das Gehirn ausübt.

Behandelten sie Menschen dagegen mit falschen Nadeln, so genannten Trick-Nadeln, trat dieser Effekt nicht auf.

Die Wissenschaftler der Universität Southampton behandelten 14 Patienten mit Arthritis sowohl mit echten Akupunktur-Nadeln als auch mit Trick-Nadeln, die, ohne dass die Betroffenen es bemerken, die Haut nicht durchdringen. Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie stellten die Forscher zwar fest, dass bestimmte Gehirnareale der Patienten bei beiden Nadelarten körpereigene Opiate entliessen.

Die echte Akupunktur steigerte aber zudem die Aktivität einer Insel genannten Hirnregion, die zur Grosshirnrinde zählt. «Wir haben gezeigt, dass Akupunktur teilweise durch die Erwartungshaltung beeinflusst wird, wahrscheinlich aber auch durch einen echten Behandlungseffekt», sagte Untersuchungsleiter George Lewith dem Magazin «Nature».

Die Funktionsweise der aus der chinesischen Medizin stammenden Akupunktur ist bislang nicht geklärt. Erst kürzlich ergaben grosse deutsche Untersuchungen, dass die Behandlung auch dann wirkt, wenn die Nadeln nicht auf die klassischen Akupunktur-Punkte gesetzt werden. Manche Forscher hatten daraus geschlossen, dass die Heilwirkung lediglich auf einem grossen Placebo-Effekt beruht. Die britische Untersuchung weist dagegen darauf hin, dass das Nadeln an sich eine therapeutische Wirkung haben kann.

(dapd)

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