Studie beweist: Die Eier von Freilandhühnern sind gesünder
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Studie beweist: Die Eier von Freilandhühnern sind gesünder

Freilandhühner legen gesündere Eier als Batteriehennen. Dies
belegt eine neue Studie.

Eier von Hühnern, die Auslauf haben und Gras picken, enthalten doppelt so viele Carotinoide wie herkömmliche Eier. Diese natürlichen Farbstoffe schützen die Haut vor Alterung und Krebs. In einer Studie wurde die Tiefe der Stirnfalten von 40- bis 50-jährigen Probanden untersucht: Es stellte sich heraus, dass genügend Carotin die Hautalterung verzögert.

Für ihre Forschung hat die Charité Universitätsmedizin Berlin nun Eier von verschiedenen Hennen untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass die Carotinoide dann in hoher Konzentration im Eigelb vorkommen, wenn die Hühner ausreichend Zugang zu Grünland haben. Eier von Freilandhennen enthalten unter anderem das besonders effektive Carotinoid Lycopin, das sonst eher in Obst und Gemüse vorkommt. Weil der Mensch Carotin nicht selbst im Organismus bilden kann, muss er dieses durch die Nahrung aufnehmen.

Durch die Art der Zubereitung kann man den Carotinoid-Gehalt sogar noch steigern: Ein gekochtes Ei ist gesünder als ein rohes, wie der Studienleiter Jürgen Lademann erklärt.

Neuer Auftrieb also für die Bio-Debatte: In ihrer letzten Ausgabe schrieb «Die Weltwoche» nämlich, Bio-Lebensmittel seien teurer, aber nicht gesünder.

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