Aktualisiert 14.05.2006 20:35

Studie: Grossverdiener wie Beckham schlecht fürs Team

Grosse Gehaltsunterschiede sind nicht gut für ein Team. Fussballmannschaften zeigen dies.

Gravierende Einkommensunterschiede in einem Team können die Leistung ruinieren: Dies besagt eine neue Studie der Universität Zürich. Analysiert wurden deutsche Fussballteams, um herauszufinden, wie sich Lohnunterschiede auf die Gesamtleistung eines Teams auswirken. «Bundesligaspiele finden quasi unter Laborbedingungen statt, immer gelten die gleichen Regeln und Restriktionen», erklärt Studienleiter Bruno S. Frey. Die Prozesse im Mannschaftssport liessen sich daher gut auf das Wirtschaftsleben übertragen.

Analysiert wurden die Daten von 1114 Spielern in 2833 Begegnungen, die zwischen 1995 und 2004 stattfanden. Es stellte sich heraus, dass selbst Traumkicker einer Mannschaft nicht den gewünschten Erfolg bringen, wenn sie relativ zu den anderen zu viel verdienen. Superstars wie Beckham könnten mit Jahressalären von über 20 Millionen Euro in der deutlich niedriger bezahlten deutschen Liga jedes Team ruinieren, folgern die Autoren. Je grösser die Einkommensunterschiede in einem integrierten Team seien, desto schlechter werde die Gesamtleistung, fasst Professor Frey die Ergebnisse laut einem Bericht von Spiegel online zusammen.

(wil)

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