Tram Region Bern: Studie legt Linienführung in der Innenstadt nahe

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Tram Region BernStudie legt Linienführung in der Innenstadt nahe

Das geplante Tram von Köniz nach Ostermundigen soll auf den bisher bestehenden Tramlinien durch die Berner Innenstadt fahren. Alternative Linienführungen schnitten in einer Studie schlechter ab als die bestehende Lösung.

Die heutige Streckenführung sei zwar eine Belastung für die Hauptgassen der Innenstadt, gewährleiste aber eine hohe Erschliessungsqualität, schreiben Stadt und Kanton Bern in einer gemeinsamen Mitteilung vom Montag.

Von drei für die Innenstadt geprüften Varianten seien die beiden nördlichen ungeeignet. Einzig eine südliche Variante wäre baulich zwar machbar, würde aber erhebliche Nachteile gegenüber der heutigen Lösung bringen.

Eine weitere Studie kommt zum Schluss, dass die Belastung auch noch dann tragbar wäre, wenn die geplante fünfte Tramlinie durch die Innenstadt fährt. Voraussetzung wäre aber, dass die Buslinie 12 von der Länggasse zum Zentrum Paul Klee aus den Hauptgassen verlegt wird.

Ausgangspunkt für die Überlegungen ist die geplante Umstellung der heutigen Buslinie 10 von Köniz nach Ostermundigen auf ein Tram. In diesem Zusammenhang wurden Befürchtungen laut, dass mit so vielen Trams die Innenstadtachsen überlastet werden könnten.

So könnte es beispielsweise zu Problemen an Haltestellen oder mit den vielen Fussgängern in der Innenstadt kommen. Die Altstadt von Bern ist einerseits ein Weltkulturerbe, andererseits aber auch einer der am intensivsten genutzten Arbeits-, Einkaufs- und Freizeitstandorte des Kantons.

Langfristig sollte sich die Stadt jedoch die Option einer zweiten Tramachse offen halten, empfehlen die Studien. Eine neue Linienführung bedinge jedoch ein neues Gesamtverkehrskonzept für die Innenstadt, betonte die Stadtberner Gemeinderätin Regula Rytz laut Mitteilung.

Ein solches Projekt könne nicht kurzfristig im Hinblick auf das Tram Region Bern angegangen werden. Das brauche Zeit. Darum sei sie froh, führte Rytz aus, dass die Resultate der beiden Studien die aktuellen Planungen bestätigten.

Zu den beiden Studien findet bis am 6. April eine öffentliche Mitwirkung statt. (sda)

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