Studie: Nur jeder zweite Berner liebt seine Stadt
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Studie: Nur jeder zweite Berner liebt seine Stadt

Bern hat den Dreck, Basel Ausländerprobleme und Rassismus und Zürich den Verkehr. Und: Nur 52 Prozent der Berner lieben ihre Stadt.

Erstmals haben 2003 Bern, Basel und Zürich denselben Städtevergleich durchgeführt. «Die Studie ist repräsentativ», ist Ernst Gächter, Stellvertretender Leiter Statistikdienste Bern, denn auch überzeugt.

Fazit: Nur 52 Prozent der 991 befragten Berner gaben bei «Beliebtheit des Wohnortes» die Antwort «sehr gerne». In Zürich warens 56, in Basel sogar 65 Prozent. «Basel hatte allerdings eine abgeänderte Fragestellung», weiss Gächter. Ein Blick zurück verrät: «Bern holt auf. 1999 waren es bloss 44,7 Prozent, 2001 schon 49,9 Prozent», so Gächter. Gemeinderat Alexander Tschäppät ergänzt: «Der Trend zurück in die Stadt ist grösser denn je.»

Die Drogenproblematik hat in Bern massiv an Bedeutung verloren, dafür sind Dreck, Schmierereien und Vandalismus das Hauptproblem. 37 Prozent setzten dieses Thema auf Platz 1 (21% im Jahre 1999). «Das zeigt, dass unsere Kampagnen dringend nötig sind», sagt «Abfalldirektor» Tschäppät. «Allerdings ist dieser Kampf kaum zu gewinnen – nur besser in den Griff zu bekommen.» Grösstes Problem in Basel sind Ausländerfragen/Rassismus, in Zürich ist es der Verkehr. Nachholbedarf spüren die Berner im Vergleich zu den anderen im Kultur- und Kinderbetreuungsangebot.

Peter Berger

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