Studie: Viele Muslime rechtfertigen Gewalt
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Studie: Viele Muslime rechtfertigen Gewalt

Eine Studie
über die deutschen
Muslime schreckt auf:
40 Prozent von ihnen
halten demnach Gewalt
für legitim.

Über 44 Prozent der befragten deutschen Muslime sind laut der Studie der Meinung, dass Muslime ins Paradies kommen, wenn sie im bewaffneten Kampf für den Glauben sterben. Bei einer Bedrohung des Islams durch den Westen halten knapp 40 Prozent die Anwendung von Gewalt für gerechtfertigt, wie aus der Befragung im Auftrag des Innenministeriums hervorgeht. Immerhin 14 Prozent der Befragten, von denen knapp 40 Prozent einen deutschen Pass besitzen, stehen laut den Autoren «mit der Rechtsstaatlichkeit auf Kriegsfuss und zeigen eine problematische Distanz zur Demokratie».

Der deutsche Innenminister Wolfgang Schäuble ist ob den Resultaten schockiert. Er sieht ein «ernstzunehmendes islamistisches Radikalisierungspotenzial».

Allerdings sagte der Sozialwissenschaftler Werner Schiffauer in der «Frankfurter Rundschau», die Studie komme auch zum Schluss, «dass demokratiefeindliche Einstellungen etwa gleich verteilt sind bei Muslimen und Deutschen». Er führt die Islamisierung auch auf Ausgrenzung zurück: «Jugendliche Muslime, die in der dritten Generation in Deutschland leben, werden als Ausländer wahrgenommen. Sie fühlen sich als Deutsche und werden trotzdem ausgegrenzt. Dann suchen sie nach Antworten, woher diese Diskriminierung kommt.»

Mohammed: Beliebter Name

Nimmt man sämtliche Schreibweisen zusammen, ist Mohammed in Grossbritannien mittlerweile der zweitbeliebteste Bubenname – nach Jack und vor Oliver. 6347 Babys sind dieses Jahr nach dem Propheten der Muslime benannt worden. 2006 waren es 5936 Neugeborene. Die letzte Volkszählung auf der Insel war 2001 durchgeführt worden. Damals haben sich 1,6 Millionen Einwohner zum Islam bekannt.

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