Studie: Wohnen wird billiger – dank reger Bautätigkeit

Aktualisiert

Studie: Wohnen wird billiger – dank reger Bautätigkeit

Die Preisspirale auf dem Wohnungsmarkt dreht endlich langsamer. Der helvetische Bauboom macht es möglich.

Die Mieten für Wohnungen werden in den kommenden zwölf Monaten nur um ein Prozent steigen. Im ersten Halbjahr 2005 betrug die Teuerung noch 1,8 Prozent.

Zu diesem Schluss kommt die Beratungsfirma Wüst und Partner in einer Studie. Die Immobilienexperten sehen als Ursache hierfür den Bauboom: Im laufenden Jahr werden 40 000 Neuwohnungen auf den Markt gelangen – der höchste Wert seit 1996. Dadurch überflügelt das Angebot die Nachfrage und die Leerstandsquote steigt. Dabei sind vor allem Kleinstwohnungen weniger gefragt. Dafür werden mittelgrosse Wohnungen beliebter.

Die rege Bautätigkeit wird auch auf dem Markt für Eigentumswohnungen Spuren hinterlassen. Die Preise steigen hier laut Studie in den kommenden zwölf Monaten um 1,4 Prozent. 2002 und 2003 lag die Halbjahresteuerung noch bei 3,5 bis 4,5 Prozent.

Die Preise für Einfamilienhäuser sollen nach sechs Wachstumsjahren überhaupt nicht mehr steigen. Hier spielt weniger der Bauboom als die vielen Occasionshäuser auf dem Markt eine Rolle.

(taz)

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