Frage der Bildung?: Studierte sagen seltener «Ich liebe dich»
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Frage der Bildung?Studierte sagen seltener «Ich liebe dich»

Sind Akademiker rational und unromantisch? Nicht ganz. Aber ein hoher Bildungsabschluss führt dazu, dass die berühmten drei Worte seltener ausgesprochen werden.

von
fee
Welchen Bildungsabschluss der Verfasser dieses Zettels hat, ist nicht bekannt.

Welchen Bildungsabschluss der Verfasser dieses Zettels hat, ist nicht bekannt.

Akademikern wird oft nachgesagt, dass sie in Liebesdingen nüchterner und zurückhaltender sind als Menschen ohne Hochschulabschluss. Um herauszufinden, ob da etwas Wahres dran ist, hat die Online-Partnervermittlung Elite-Partner 8000 Liierte befragt.

Tatsächlich scheinen Studierten die magischen drei Worte schlechter über die Lippen zu gehen als anderen. So sagen nur 38 Prozent von ihnen ihrem Partner täglich, dass sie ihn lieben. Bei den Nicht-Akademikern sind es immerhin 45 Prozent. Auch online zeigen sich jene mit hohem Bildungsabschluss zurückhaltender. Während nur 34 Prozent der Akademiker ihren Liebsten täglich mit einer Kurznachricht via SMS oder WhatsApp erfreuen, tun dies 39 Prozent der Nicht-Akademiker.

Muss nichts zu sagen haben

Doch auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt, als seien Personen mit hohem Bildungsabschluss rationaler, sollte man nicht vorschnell urteilen. «Aus der Häufigkeit von Liebesschwüren kann man kaum Rückschlüsse auf die Intensität der Gefühle ziehen», sagt Lisa Fischbach, Psychologin bei Elite-Partner, in einer Mitteilung. Möglicherweise zeigten sie sich zurückhaltender mit Äusserungen über die Liebe, weil sie sich ihrer Emotionen sicher sind und eine tiefe Bindung spüren, die nicht ständig bestätigt werden muss.

Generell erklären 44 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer in einer Beziehung dem Partner fast täglich ihre Liebe. Jüngeren kommen die Worte dabei deutlich häufiger über die Lippen als Älteren: Während knapp 60 Prozent der unter 30-Jährigen dem Liebsten jeden Tag «Ich liebe dich» sagen, sprechen die drei Worte nur 30 Prozent der über 60-Jährigen täglich aus.

(fee/sda)

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