Studiofilme dank L'Oréal & Co
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Studiofilme dank L'Oréal & Co

Werbung statt Kommerzfilme: Immer mehr Schauspielerinnen verdienen ihr Geld mit Dior, Chanel und Co. Dafür gönnen sie sich schlecht bezahlte Rollen in Independent-Streifen.

Einst war es verpönt, heute gehört es zum guten Ton: Immer mehr Schauspielerinnen wollen das neue Gesicht von Dior, Chanel oder L'Oréal sein. Warum? Ganz einfach: Wenn Stars ihr Geld mit Werbung verdienen, können sie es sich im Gegenzug leisten, schlecht bezahlte Rollen anzunehmen – Rollen, die ihnen am Herzen liegen.

Diese clevere Strategie verfolgt auch Gwyneth Paltrow: Die 33-Jährige sichert sich ihren Lebensstandard mit Werbung für Estée Lauder. «Dafür geniesse ich das Privileg, für die Kunst und nicht fürs Konto zu schauspielern», so Paltrow. Mainstreamfilme schlägt sie aus und verwirklicht sich stattdessen in kleineren Produktionen wie «Sylvia» oder «Proof».

Als L'Oréal-Gesicht kann es sich auch Charlize Theron leisten, Charakterrollen wie jene der Serienmörderin Aileen Wuornos anzunehmen. Mit dieser Strategie hatte sie doppelt Erfolg: Sie erfüllte sich mit «Monster» nicht nur einen Traum, sondern gewann dafür auch einen Oscar.

Nun haben Jungstars wie Scarlett Johansson und Liv Tyler diese Einnahmequelle für sich entdeckt: Johansson liess sich für drei Millionen Dollar für L'Oréal ablichten, während sie in Woody AllensStudiofilm «Match Point» mitspielte. Ebenso Liv Tyler: Nach dem Auftrag von Givenchy konnte sich die 28-Jährige getrost die Rolle im Low-Budget-Streifen «Lonesome Jim» gönnen.

Stefanie Rigutto

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