Tod bei Goa-Party: Stürzte Stefan S. beim Pinkeln in den Bach?
Aktualisiert

Tod bei Goa-PartyStürzte Stefan S. beim Pinkeln in den Bach?

Tödliches Drama an einer Goa-Party bei Giswil. Der 19-jährige Stefan S. stirbt in einem Bach. Gemäss seinem Vater ging er pinkeln - und kehrte nicht mehr zurück. An den Organisatoren wird Kritik geübt.

von
A. Hirschberg und G. Walther

Es sollte eine fröhliche Party im Kleinen Melchtal OW werden. Von Freitag bis Sonntagmorgen feierten rund 300 Goa-Fans am idyllischen Wildbach Melchaa. Am Sonntag in den frühen Morgenstunden dann der Schock: Um 6.30 Uhr wird ein Party-Teilnehmer leblos im Wasser gefunden. Es ist der 19-jährige Stefan S. aus dem Kanton Glarus.

Wie konnte es zu diesem Drama kommen? Sein Sohn sei bloss pinkeln gegangen, sagt der Vater von Stefan S. gegenüber 20 Minuten Online. Von dort sei er nicht mehr zurückgekehrt. Später hätten ihn Partybesucher im Wasser gefunden. «Es war halt eine illegale Party und nicht genügend gesichert», meint er.

Nicht nur der Vater macht sich Gedanken zu den Sicherheitsvorkehrungen. Party-Teilnehmer üben auf Facebook Kritik am Veranstalter. «Diese Location geht gar nicht, zu viel Risiko», schreibt einer. Ein anderer meint: «Einfach unverantwortlich, da eine Party zu machen. Es war nichts abgesperrt, nicht mal beleuchtet.» Mehrere Personen hätten den Veranstalter an der Kasse auf die Gefährlichkeit des Ortes hingewiesen. «Trotzdem haben sie nichts verbessert oder gesichert.» Der Veranstalter hat sich bislang nicht zu dem tragischen Todesfall geäussert.

Gestürzt und in den Bach gefallen?

Ein Partybesucher, der anonym bleiben will, war gemäss eigenen Angaben beim Auffinden von Stefan S. dabei. «Wir haben ihn aus dem Bach gezogen und erste Hilfe geleistet. Am Anfang hatte er noch etwas Puls», sagt er. Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten dann nur noch seinen Tod feststellen.

Gemäss Kollegen soll Stefan S. Alkohol konsumiert haben. Es wird vermutet, dass er gestürzt und in den Bach gefallen ist. Dieser führte zu jenem Zeitpunkt ziemlich viel Wasser, weil es in der Nacht gewittert hatte.

Was zum Tod führte, wird nun untersucht. «Ob Drogen eine Rolle spielen oder der Mann gestürzt oder ertrunken ist, wird derzeit abgeklärt», sagt die zuständige Staatsanwältin Esther Omlin zu 20 Minuten Online. Wie sie weiter sagt, hatten die Organisatoren keine Bewilligung für die Party.

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