Aktualisiert 07.11.2013 17:23

«Porny Days» in Zürich

Stützliföteli, Stummfilme und ein Porno-Brunch

Ende November steigen in Zürich die ersten «Porny Days». Schmuddelig werde das Sexfilmfestival aber nicht, beteuern die Veranstalter.

von
Raffaela Moresi

«If you come, you will come again»: Unter diesem bezeichnenden Motto starten am 29. November die ersten «Porny Days» in Zürich. Nackte Haut gibt es dort zwar zuhauf. «Anrüchig daran ist jedoch nichts», sagt Filmproduzent Dario Schoch.

Der 33-Jährige hat das Sexfilmfestival gemeinsam mit der Künstlerin Talaya Schmid und der Filmwissenschafterin Rona Grünenfelder auf die Beine gestellt. «Wer schnelle Befriedigung sucht, ist bei uns falsch», stellt Schoch klar. «Wir wollen das Thema Sex sinnlich aufnehmen, darüber diskutieren und auch lachen.» Gelegenheit für letzteres bietet sich bereits beim Eröffnungsabend. Dann werden im Kino Roland Stummfilme aus den 1910er und 1920er-Jahren gezeigt – von vier Musikern live vertont. «Das wird zum Schreien komisch», verspricht Schoch.

Brunch-Schmaus - mit Pornos im Hintergrund

Während tagsüber diverse Spiel- und Dok-Filme laufen, geht nachts an den After-Partys im Kinski die Post ab. Unter anderem ist eine Aktfotografin vor Ort, die selbst ausgefallenste Fantasien der Clubber ablichten wird. Abschluss des Festivals bildet ein unkonventioneller 1. Adventsbrunch: Dort wird der Appetit nicht nur am Buffet geweckt – im Hintergrund locken delikate Kurzfilme. «Auch wenn wohl einige Leute befürchten, dass ihnen das Gipfeli im Hals stecken bleibt: Das ist doch mal eine andere Art, in die Weihnachtssaison zu starten», lacht Schoch.

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