Badegäste genervt: «Stundenlang werden die gleichen 5 Lieder gespielt»
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Badegäste genervt«Stundenlang werden die gleichen 5 Lieder gespielt»

Über den Stadtmelder St. Gallen beschwert sich jemand über Strassenmusiker auf Drei Weieren. Dies, weil der Musiker nur fünf Songs im Repertoire hat. Kein Einzelfall.

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del
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Die drei Weieren oberhalb der Stadt St. Gallen sind im Sommer stark frequentiert. Doch die Idylle trügt:

Die drei Weieren oberhalb der Stadt St. Gallen sind im Sommer stark frequentiert. Doch die Idylle trügt:

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Eine Person beschwerte sich nämlich kürzlich im Stadtmelder über Strassenmusiker, die östlich des Mannenweihers ständig die selben Lieder spielen würden.

Eine Person beschwerte sich nämlich kürzlich im Stadtmelder über Strassenmusiker, die östlich des Mannenweihers ständig die selben Lieder spielen würden.

del
Stundenlang würden die gleichen fünf Lieder gespielt, so der entnervte Bürger.

Stundenlang würden die gleichen fünf Lieder gespielt, so der entnervte Bürger.

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«Immer wieder treten im von Badegästen stark frequentierten östlichen Mannenweiher, zum Unmut der Badegäste, Strassenmusikanten auf, die stundenlang die fünf gleichen Lieder singen», so beschwert sich ein Bewohner über den Stadtmelder von St. Gallen. Das ist kein Einzelfall. Bereits in der Vergangenheit ist es vorgekommen, dass sich Anwohner wegen Strassenmusikern beschwerten. Die Problematik scheint nicht zu schwinden. Der Ärger kommt dabei nicht etwa von unpassendem Musikstil, sondern vielmehr vom zu kleinen Repertoire. Die Liedauswahl ist aber Sache des Künstlers, ansonsten gibt es diverse Regeln, die zu befolgen sind.

Strikte Vorschriften

Auf Anfrage sagt die Stadtpolizei St. Gallen, dass für das Musizieren auf der Strasse eine Bewilligung nötig ist. Pro Tag werden maximal drei Bewilligungen erteilt. Eine solche kostet 30 Franken. Zudem erhält jede einzelne Person im Monat höchstens zwei Bewilligungen. Dabei gelten klare Regeln. Täglich darf nur nachmittags von 13.30 Uhr bis 20 Uhr, am Donnerstag bis 21 Uhr musiziert werden. Dazu müssen die Musiker ihren Standort alle 20 Minuten wechseln. Die Benützung von Verstärkern ist komplett verboten.

Für den Fall, dass sich ein Bewohner von den Strassenmusikern gestört fühlt, solle er sich direkt bei der Einsatzzentrale melden, so die Polizei weiter. Anschliessend rücke eine Patrouille aus, um die Situation zu beurteilen. Dabei sei von der Wegweisung bis hin zur Busse alles möglich.

Gegenseitige Rücksichtnahme als Lösungsweg

Für Dionys Widmer von der Stadtpolizei St. Gallen ist zudem wichtig, dass der Begriff Strassenmusiker richtig verwendet wird. Denn dieser sorge teils für Verwirrung. Er erklärt: «Jemand ist erst dann ein Strassenmusiker, wenn er mit einer Bewilligung Musik macht, um damit Geld zu verdienen». Oft sei es der Fall, dass jemand in einer Gruppe, beispielsweise mit Freunden oder der Pfadi, musiziert. Wenn dabei das gleiche Lied abermals gespielt wird, mag das störend vorkommen. In diesem Fall könne die Polizei aber keine Bussen aussprechen, so Widmer. Er betont ausserdem, dass eine offene Kommunikation wichtig sei, wenn sich ein Passant an der Musik stört. Die Polizei versuche in solchen Fällen, zwischen den Parteien zu vermitteln. Im Idealfall hätten beide Parteien am Ende gegenseitigen Respekt.

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