«Anno 1404»: Stundenlange Aufbaupracht ohne Langeweile
Aktualisiert

«Anno 1404»Stundenlange Aufbaupracht ohne Langeweile

Im Jahr 1404 scheint das
Aufbauspiel «Anno»
die Quadratur des Kreises zu schaffen und bietet stundenlangen
Spielspass sowohl für Einsteiger als auch für Profis.

von
Michel Pescatore

Im neusten Teil der «Anno»-Reihe verschlägt es den Spieler ins Mittelalter. Die Anfangskampagne dient dabei gleichzeitig als abwechslungsreiche Einführung und fordert noch wenig. Mit steigender Spielstundenzahl nimmt die Komplexität und der Schwierigkeitsgrad aber stetig zu. Spätestens im Endlosspiel darf dann jeder, egal ob Pazifist oder Kriegsverehrer, an seine persönliche Grenze gehen, können doch mit 35 Reglern die Spielparameter detailliert an die eigenen Wünsche angepasst werden.

64 Warentypen, orientalische Siedlungen mit eigenen Produktionsketten, witzige Spiel-Erfolge oder fast irr­sinnige Endaufgaben und Monumentalbauten sorgen auch nach Stunden dafür, dass es niemandem langweilig wird. Selbstlaufende Städte exi­stieren übrigens keine mehr, denn sporadische Ereignisse zwingen fortlaufend zum Umdenken, Abreissen und Neubauen. Äusserst lobenswert ist zudem auch das Fehlen grös­serer Sackgassen. Die meisten verzwickten Spielsituationen lassen sich durch weiterführende Korrekturen lösen, ohne gleich etliche Spielstunden zunichte zu machen.

Neben der etwas kläglichen Kampfintelligenz der Computergegner ist der einzige, wirkliche Wermutstropfen der fehlende Multiplayer-Modus; vielleicht wird der ja aber noch als Download nachgereicht.

«Anno 1404» für PC; Related Design, Ubisoft.

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