Der Winter kommt: Sturm fegt über die Schweiz hinweg

Aktualisiert

Der Winter kommtSturm fegt über die Schweiz hinweg

Ein Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde (km/h) hat in der Nacht zum Freitag den Wetterumschwung eingeleitet, der bis Sonntag auch in tiefen Lagen gegen 30 Zentimeter Schnee bringen soll.

Meldungen über Schäden oder Verkehrsunterbrüche lagen zunächst nicht vor. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde auf dem Corvatsch im Engadin mit 130 km/h gemessen, wie MeteoSchweiz auf Anfrage bekannt gab. Mit Tempo 128 fegte die Kaltfront über den Säntis hinweg. Auf dem Titlis wurden 113 Kilometer pro Stunde gemessen.

Im Flachland blieb es zunächst bei Böen mit Tempo 50 bis 70. Die Meteorologen rechneten aber mit einer Zunahme des Sturms und einem Höhepunkt am Freitagmittag. Die Niederschläge setzten zunächst vor allem in der östlichen Landeshälfte ein, wobei die Schneefallgrenze noch deutlich über 1000 Meter lag. Bis zum Abend wurde mit teilweise heftigen Niederschlägen und einem Absinken der Schneefallgrenze bis in die Niederungen auf der ganzen Alpennordseite gerechnet.

Lawinengefahr am Wochenende

In den Bergen, wo stellenweise bis zu einem Meter Neuschnee erwartet wurde, muss am Samstag und Sonntag mit einem Anstieg der Lawinengefahr gerechnet werden. Dabei seien vermehrt auch spontane Lawinen zu erwarten, teilte das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos mit. (dapd)

Die Windstärken

Windstärken sind in einer zwölfstufigen Skala festgelegt, die auf den britischen Admiral Sir Francis Beaufort zurückgeht und seit 1853 allgemein gültig ist. Daher lautet die Masseinheit dieser Skala auch Beaufort, abgekürzt bft.

Demnach wird beispielsweise eine Windstärke von null Beaufort als Windstille und von zwölf Beaufort als Orkan bezeichnet. Bei der Bestimmung der Windstärke stützt sich die Skala auf die Auswirkung des Windes auf Meer und Land. Vor allem der Seegang gibt Aufschluss über die Windstärke.

Windstärke 0

Windstille; keine Luftbewegung, Rauch steigt gerade empor; spiegelglatte See

Windstärke 1

leiser Zug; Rauch treibt leicht ab, Fahnen unbewegt; leichte Kräuselwellen

Windstärke 2

leichte Brise; Blätter rascheln, Wind im Gesicht spürbar; kleine kurze Wellen, Oberfläche glasig

Windstärke 3

schwache Brise; Blätter und dünne Zweige bewegen sich; Anfänge der Schaumbildung auf See

Windstärke 4

mässige Brise; Zweige bewegen sich, hebt loses Papier und Staub vom Boden; kleine, länger werdende Wellen, Schaumköpfe

Windstärke 5

frische Brise; Wind deutlich hörbar, grössere Zweige und kleine Bäume bewegen sich; mässig lange Wellen, überall Schaumköpfe

Windstärke 6

starker Wind; dicke Äste bewegen sich, Bäume schwanken; Bildung grosser Wellen (2,5 bis 4 Meter) beginnt, grössere Schaumflächen

Windstärke 7

steifer Wind; Widerstand beim Gehen gegen den Wind; See türmt sich, Schaumstreifen in Wellenrichtung

Windstärke 8

stürmischer Wind; bewegt grosse Bäume, bricht Zweige, erheblicher Widerstand beim Gehen; hohe Wellenberge (über sieben Meter), überall Schaumstreifen

Windstärke 9

Sturm; weht Ziegel von Dächern, Äste brechen; hohe Wellen mit verwehter Gischt, Brecher beginnen sich zu bilden

Windstärke 10

schwerer Sturm; entwurzelt Bäume, beschädigt Häuser, selten im Landesinneren; sehr hohe Wellen, Gischt verweht, schwere Brecher

Windstärke 11

orkanartiger Sturm; heftige Böen, schwere Sturmschäden, selten im Landesinneren; brüllende See, Wasser wird waagerecht geweht, aussergewöhnlich hohe Wellenberge

Windstärke 12

Orkan; Schwere Sturmschäden und Verwüstungen, selten im Landesinneren; Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Fernsicht mehr

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