Aktualisiert 22.12.2003 07:01

Sturm fegte durch die Schweiz

Als Vorbote des angekündigten Wintereinbruchs ist am Sonntagmorgen ein Sturm mit Windspitzen von bis gegen 150 km/h durch die Schweiz gefegt.

Die weisse Weihnacht ist auf der Alpennordseite nach Einschätzung der Meteorologen dank den Schneefällen bis ins Flachland in der Nacht auf Montag gesichert.

Die Sturmfront verursachte vereinzelt auch Schäden. So kam es im Berner Jura in Montoz bei Court, Magglingen und Leubringen am Sonntagmorgen zu Stromausfällen. Die stärksten Windböen wurden laut MeteoSchweiz auf dem Chasseral mit gegen 150 Kilometern pro Stunde (km/h) verzeichnet, aber auch über den Säntis fegten die Windböen teilweise mit bis zu 145 km/h.

Im Mittelland wurde verbreitet Sturmstärke verzeichnet. MeteoSchweiz erliess deshalb für Flugplätze und Seen eine Sturmwarnung. Der Sturm hatte im Mittelland gegen Mittag bereits den Kulminationspunkt erreicht. Auf den Alpengipfeln wurden die stärksten Winde aber erst für Sonntagnachmittag erwartet.

Durch die südwestliche Strömung war es am Sonntag zunächst noch verhältnismässig mild. Nach dem Durchzug der Sturmfront sank die Schneefallgrenze aber bereits gegen Mittag ab. So schneite es auf der 870 Meter hohen Messstation Lägern (ZH) bereits. Nach einer kurzen Beruhigung mit Aufhellungen wurden für die Nacht auf Montag weitere Niederschläge erwartet. Vor allem für die zweite Nachthälfte prognostizierten die Meteorologen Schneefälle bis ins Flachland. Damit ist nach Einschätzung von MeteoSchweiz die weisse Weihnacht in den Gebieten nördlich der Alpen definitiv gesichert. Für die Westschweiz wurden zum Wochenbeginn sogar noch weitere Schneefälle erwartet.

Ein Blick in die langjährige Statistik der Meteorologen zeigt, dass es zu zwei Dritteln grüne und nur zu einem Drittel weisse Weihnachten gibt. So lag im vergangenen Jahr beispielsweise kein Schnee, im Vorjahr dagegen gab's weisse Weihnachten. Auf der Messstation Zürichberg auf 570 Metern Höhe lagen damals acht Zentimeter Schnee. Letztmals so richtig Schnee gab es 1986, als beispielsweise auf dem Zürichberg an Weihnachten 18 Zentimeter der weissen Pracht lagen. (dapd)

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