Sturm: Millionenschäden innerhalb weniger Minuten
Aktualisiert

Sturm: Millionenschäden innerhalb weniger Minuten

Er war zwar kurz, dafür um so zerstörerischer: Der Sturm am Montagabend richtete einen Millionenschaden an. Verletzt wurde niemand.

Montagabend, kurz nach 19 Uhr: Wie aus dem Nichts kam eine schwarze Wand auf Altenrhein zu. Innert Minuten verwüsteten Sturmböen und peitschender Regen Gärten, Parkplätze und Industriebauten. Ein Baumriese krachte an der Seestrasse knapp einen Meter an einer Villa vorbei.

Trotzdem beklagt Besitzer Walter Dudler Schäden am Haus. «Der Wind drückte durch die Rollläden meine Balkontüre auf und riss sie aus der Verankerung», beschreibt der Arzt sein Sturmerlebnis. Danach sei das Wasser ins Zimmer geschossen, «als hätte jemand mit dem Hochdruckreiniger hereingespritzt», so Dudler.

Auf dem Flughafen Altenrhein rissen die Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h ein Flugzeug aus der Verankerung und schleuderten es 25 Meter weit direkt in eine Piper. Beim Bootshaus Jägerhaus zerbrachen Schiffe wie Streichhölzer, und auf dem Industriegebiet Stadler wurde ein riesiger Baum entwurzelt, in die Höhe gewirbelt und senkrecht in die Produktionshalle der Transport AG geschleudert. Es gab keine Verletzten.

Vorläufige Bilanz: elf Flugzeuge, 20 Autos, mehrere Schiffe und Fabrikhallen wurden durch umstürzende Bäume oder herumwirbelnde Äste beschädigt. «Es gibt noch keine verlässlichen Schätzungen. Die Schadensumme ist aber mindestens siebenstellig», sagte Kapo-Sprecher Hans Eggenberger.

Felix Burch

Deine Meinung