Sturm: Tote in Amerika
Aktualisiert

Sturm: Tote in Amerika

Frühjahrsstürme mit schweren Schnee- und Regenfällen haben heute den Osten der USA und Kanada heimgesucht. Bei Montreal in Kanada verunglückten drei Menschen auf eisglatter Fahrbahn tödlich, elf weitere wurden verletzt.

Der Sturm peitschte den Atlantik auf und sorgte in einigen Regionen für Überschwemmungen. Die Behörden des US-Bundesstaates New Jersey riefen den Notstand aus und rieten den Bewohnern, daheim zu bleiben.

In den kanadischen Provinzen Ontario und Quebec fielen dem Wetterdienst zufolge knapp 40 Zentimeter Schnee. Rund 161 000 Haushalte bei Montreal waren zeitweise ohne Strom. Herabfallende Äste hätten die Stromleitungen beschädigt, teilte der Energiekonzern Hydro Quebec mit.

In Montreal, Ottawa und Toronto mussten wegen der Wetterverhältnisse Dutzende Flüge abgesagt werden. Andere konnten nur mit grosser Verspätung starten.

Rekordmengen

Im Osten der USA brachten die Stürme vor allem viel Regen. Meteorologe Michael Wyllie vom US-Wetterdienst sagte, es handle sich um ein starkes Tiefdruckgebiet, das sich aber allmählich abschwäche.

Die Unwetter hätten vor allem in New York und dem Nordosten New Jerseys eine «unglaubliche Menge» Wasser zurückgelassen: «Wenn es kälter ewesen wäre, hätten wir hier unglaublich viel Schnee gehabt», sagte Wyllie.

In New York wurden die zweitstärksten Regenfälle an einem Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen. Schon am Wochenende hatten hunderte Flüge abgesagt werden müssen.

Beim Marathon in Boston gingen die Läufer trotz strömenden Regens und Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern in der Stunde an den Start. Die Organisatoren sprachen von «schauderhaften» Bedingungen. (sda)

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