Sturmtief «Hanne» fegte mit 100 km/h übers Land
Aktualisiert

Sturmtief «Hanne» fegte mit 100 km/h übers Land

Das dritte Sturmtief in Folge ist mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde übers Schweizer Mittelland gezogen. Über grössere Schäden wurde nichts bekannt.

«Hanne» sei bei den Windstärken in der gleichen Grössenordnung gewesen wie Vorgängerin «Gerda», sagte Frank Krausser von MeteoSchweiz auf Anfrage. Das Sturmtief fegte mit Geschwindigkeiten zwischen 75 und 100 km/h übers Mittelland.

In der Stadt Luzern oder in der Bodensee-Region erreichten die Winde 100 km/h. Im Jura wurden etwa auf dem Chasseral (BE) 156 km/h gemessen.

Mit «Hanne» kamen auch kräftige Niederschläge: Im Mittelland und Genferseegebiet fielen innert 24 Stunden 50 mm, in Adelboden (BE) sogar 58 mm. Die dadurch entstandene angespannte Hochwasserlage sollte sich aber bald wieder entspannen, sagte Krausser.

Für Mittwoch wurde erwartet, dass die Schneefallgrenze rapide sinkt. Bereits seit Dienstag herrscht im Unterwallis und in den Waadtländer Alpen «sehr grosse» Lawinengefahr, was der höchsten Gefahrenstufe entspricht. Wegen der Lawinengefahr wurde der Autoverlad zwischen Goppenstein VS und Kandersteg BE eingestellt.

Mit «Hanne» war das dritte Sturmtief in Folge übers Land gezogen. Drei Sturmtiefs innert drei Tagen sei meteorologisch nichts ungewöhnliches, führte Krausser aus.

Das Sturmtief «Hanne» löste im Schwarzwald nach stundenlangem Sturzregen für einige Stunden Hochwasseralarm aus. Für die deutsche Nordseeküste gab es eine Sturmflutwarnung. Es wurde befürchtet, dass der Starkregen auch am Mittwoch anhält.

Bei schweren Stürmen in Frankreich wurde eine 50-jährige Frau nahe Paris in ihrem Auto von einem Baum erschlagen. In Frankreich gilt ebenfalls die höchste Alarmstufe für Lawinengefahr.

(sda)

Deine Meinung