Chaos in Deutschland : Sturmtief «Tristan» bringt den Verkehr zum Erliegen
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Chaos in Deutschland Sturmtief «Tristan» bringt den Verkehr zum Erliegen

In vielen Teilen Deutschlands sorgt ein extremes Unwetter für Chaos auf den Strassen. Die Polizei riet, nur dringend nötige Fahrten zu machen. Der Fernverkehr der Bahn wurde weitgehend eingestellt.

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Einschränkungen auf der Strasse und bei der Bahn: In Deutschland treibt «Tristan» sein Unwesen. 

Einschränkungen auf der Strasse und bei der Bahn: In Deutschland treibt «Tristan» sein Unwesen.

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Ein Schneefahrzeug bei der Räumung der Autobahn A7. 

Ein Schneefahrzeug bei der Räumung der Autobahn A7.

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An vielen Orten kam es zu massiven Verkehrsbehinderungen. 

An vielen Orten kam es zu massiven Verkehrsbehinderungen.

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Darum gehts

  • Seit dem Wochenende gab es in Deutschland massive Schneefälle.

  • Im Strassen- und Bahnverkehr kommt es vielerorts zu massiven Einschränkungen.

  • Am Montag gingen die Probleme insbesondere in Ostdeutschland weiter.

Der heftige Wintereinbruch infolge von Sturmtief «Tristan» hat in weiten Teilen Deutschlands auch am Montag zu starken Verkehrsbehinderungen geführt. Aufgrund von extremem Unwetter komme es voraussichtlich noch den gesamten Tag zu Zugausfällen und Verspätungen, teilte die Bahn in einer Warnmeldung auf ihrer Webseite mit. Auch auf den Autobahnen ging vielerorts nichts mehr.

Wegen Schnees, Glatteises und heftigen Windes sollte laut Bahn der Fernverkehr vielerorts bis auf Weiteres eingestellt bleiben. Die Einschränkungen betrafen demnach insbesondere die Regionen Berlin und Hamburg, wo am Montag nahezu keine Fernverkehrszüge starteten. Demnach blieben die Verbindungen von beiden Städten in Richtung Hannover, Köln, Frankfurt sowie München ausgesetzt.

Auch ab Dresden sollten zunächst keine Fernverkehrszüge mehr in Richtung Leipzig, Frankfurt, Hannover und Köln fahren. Zudem sei auch der Fernverkehr nördlich von Frankfurt eingestellt.

Querstehende Fahrzeuge auf Autobahnen

Auf den Strassen gab es am Montag insbesondere in Ostdeutschland massive Probleme. Aus Sachsen meldete die Polizei grossflächige starke Behinderungen auf den Autobahnen 4, 9 und 17 durch Schneeverwehungen, querstehende und liegengebliebene Fahrzeuge und schlechte Sicht. In Hessen, Thüringen und Niedersachsen gab es ebenfalls Staus und Verkehrsbeeinträchtigungen, etwa auf den Autobahnen 3, 4, 5 und 7. Teils waren Fahrbahnen gesperrt.

Die Behinderungen reichten bis nach Bayern, wo die Polizei vor allem Probleme entlang Steigungen der Autobahnen 9 und 72 im Raum Bayreuth und Hof meldete. Dort fuhren sich Lastwagen fest.

Thüringen schloss alle Impfzentren

In vielen Bundesländern waren Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Strassenmeistereien und Polizei seit dem Wochenende im Dauereinsatz. Sie befreiten steckengebliebene Autofahrer aus Schneewehen sowie Dächer von gefährlichen Schneelasten, beseitigen umgestürzte Bäume, halfen bei der Enteisung von Weichen und übernahmen Versorgungsfahrten.

Die Polizei riet vielerorts, nur dringend nötige Fahrten zu machen. Vielerorts war der öffentliche Nahverkehr wegen der Wetterlage gestört oder ganz eingestellt, so in Leipzig und Erfurt.

Auch Bemühungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie waren betroffen. So schloss Thüringen für den Montagvormittag alle Impfzentren, wie das Gesundheitsministerium in Erfurt mitteilte. Am Nachmittag sollte die Lage neu bewertet werden.

(AFP/kat)

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