Sturmwinde mit über 100 km/h
Aktualisiert

Sturmwinde mit über 100 km/h

Das grosse Gewitter ist ausgeblieben, dafür blies der Wind umso heftiger. Über die Schweiz sind Sturmwinde mit Spitzen von über 100 Kilometern pro Stunde (km/h) gefegt. In Solothurn fiel ein Baum auf eine Stromleitung.

Nach dem Durchzug der Kaltfront ist die Schweiz in den Einflussbereich eines kräftigen Tiefs über Dänemark geraten. Die Folge waren stürmische Westwinde. Auf dem Hörnli wurden Windspitzen von 106 und auf dem Napf von 103 km/h gemessen. Knapp unter diesen Werten lag Plaffeien im Freiburger Oberland mit 99 km/h oder Lägern mit 95 km/h.

Aber auch Messstationen wir Bern, Zürich, Basel, Steckborn und Amsoldingen bei Thun verzeichneten Windstärken von mehr als 80 km/h. Die Warnsituation vom Montagnachmittag und Dienstagmorgen war aber gesamthaft schwächer als erwartet, bilanzierte MeteoSchweiz. Der Grund liege im Umstand, dass die erwartete Kaltfront vom Montag nicht in einem, sondern in zwei Schüben über die Schweiz hinweg gezogen sei.

Trotzdem kam es am Dienstag im Versorgungsgebiet der Bernischen Kraftwerke (BKW) zu einem grösseren Stromausfall. Ein Baum war durch die starken Winde auf eine Freileitung gefallen und sorgte kurz nach 09.00 Uhr für einen Ausfall der 16-Kilovolt-Leitung am solothurnischen Bucheggberg. Der Stromausfall traf mehrere Dörfer und war geographisch weitreichend. So waren die Region Biberen und Gossliwil bis etwa 13.00 Uhr ohne Strom. (dapd)

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