Aktualisiert 06.02.2014 14:53

Nach Protest

Subway entfernt Chemikalie aus Brötchen

Der Fastfood-Riese Subway hat in den USA einen chemischen Stoff aus seinen Sandwiches verbannt, der auch in Schuhsohlen vorkommen soll. Dies auf Druck einer Onlinepetition.

Poulet, Salat, Zwiebeln, Käse – und einmal Schuhsohle, bitte. In den USA wurde Kunden der Fastfood-Kette Subway ungefragt eine wenig appetitliche Zutat in ihre Sandwiches gepackt: Azodicarboxamid. Diese chemische Verbindung soll laut der Food-Bloggerin Vani Hari auch in Yoga-Matten oder Schuhsohlen stecken. Hari war es denn auch, die auf ihrem Blog «foodbabe» mit einer Online-Petition 50'000 Unterschriften sammelte, damit Subway diesen Stoff aus seinen Brötchen entfernt. Die Chemikalie hilft offenbar dabei, dass das Gebäck schön luftig ist.

Diesem Druck hat Subway nun nachgegeben. In einer Mitteilung kündigte das Unternehmen an, den Stoff aus den Sandwiches entfernen zu wollen. Schliesslich macht die Weltgesundheitsorganisation WHO Azodicarboxamid für Allergien oder Asthma verantwortlich. In Europa ist die Verwendung dieser chemischen Verbindung in Lebensmitteln verboten.

Bloggerin Hari ist mit dem Ergebnis glücklich. Sie sagte gegenüber Abc News: «Grundsätzlich gilt, wenn man eine Substanz in einem Lebensmittel nicht aussprechen oder nicht mal buchstabieren kann, sollte man diese wahrscheinlich nicht essen.»

Krebserregender Stoff in Cola?

Neben Subway sorgten auch andere Lebensmittel-Riesen jüngst für Schlagzeilen wegen chemischer Zusätze. Vor wenigen Wochen sahen sich die Cola-Hersteller mit Kritik konfrontiert, weil sie die Chemikalie 4-Methylimidazol in ihren Getränken verwenden. Diese verleit der Cola die typische braune Farbe. Der Stoff könnte gemäss dem amerikanischen Konsumentenschutzmagazin «Consumer Reports» krebserregend sein.

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