Kriens, Schaffhausen, Pfäffikon: Subway eröffnet mitten in der Krise 3 Restaurants

Aktualisiert

Kriens, Schaffhausen, PfäffikonSubway eröffnet mitten in der Krise 3 Restaurants

Nicht nur Wiederöffnung sondern auch Neueröffnungen: In der Schweiz nehmen noch diesen Monat drei neue Subway-Restaurants den Betrieb auf. In einem Fall erfolgt die Eröffnung rund 2 Monate verzögert.

von
Raphael Knecht
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In Kriens öffnet am Mittwoch ein neues Subway-Restaurant. Auch in Schaffhausen und Pfäffikon sind für Mai Neueröffnungen geplant.

In Kriens öffnet am Mittwoch ein neues Subway-Restaurant. Auch in Schaffhausen und Pfäffikon sind für Mai Neueröffnungen geplant.

Subway
Subway sieht sich im Vorteil, wenn es um die Umsetzung von Hygienevorschriften geht.

Subway sieht sich im Vorteil, wenn es um die Umsetzung von Hygienevorschriften geht.

Subway
So sei man die Arbeit mit Handschuhen längst gewöhnt – was bei anderen Restaurant-Konzepten teils nicht der Fall sei.

So sei man die Arbeit mit Handschuhen längst gewöhnt – was bei anderen Restaurant-Konzepten teils nicht der Fall sei.

Subway

Darum gehts

  • Diesen Monat sollen drei neue Schweizer Subway-Restaurants eröffnet werden.
  • Die Franchise-Nehmer entscheiden über das Eröffnungsdatum.
  • In Fall vom Subway in Kriens war die Eröffnung bereits vor zwei Monaten geplant.
  • Subway sieht sich besonders gut gewappnet für die Wiederöffnungsphase.

Kaum dürfen die Restaurants wieder öffnen, setzt die Sandwich-Kette Subway auf Expansion: Das Unternehmen will diesen Monat gleich drei neue Restaurants eröffnen. Am Mittwoch öffnet je eines in Schaffhausen und Kriens. Im Lauf des Monats soll ein Subway in Pfäffikon (SZ) folgen.

Doch warum hat man sich entschieden, mitten in der Krise neue Lokale zu eröffnen? Schliesslich gibt es viele bestehende Restaurants in der Schweiz, die trotz der Wiederöffnung vorerst geschlossen bleiben. Bei Subway heisst es auf Anfrage, diese Entscheidung liege bei den Franchise-Nehmern, die die einzelnen Restaurants unter dem Banner von Subway betreiben.

Eröffnung zwei Monate zu spät

Im Fall von Kriens sei die Eröffnung bereits vor rund zwei Monaten geplant gewesen und man habe sie nun entsprechend verschoben. Die Krise hat laut der Firma die Umsetzung der Projekte erschwert: Der Lockdown habe etwa die Bau- Bewilligungsprozesse verzögert.

Die Rekrutierung der Mitarbeitenden sei ebenfalls anspruchsvoll gewesen. Dies, weil man sehr viele Bewerbungen erhalten habe, wodurch die Selektion aufwändiger wurde. Die Schulung der Mitarbeitenden sei über die E-Learning-Lösung der Restaurant-Kette erfolgt.

Vorteil bei Hygiene

Subway sieht sich während der Wiederöffnungsphase im Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten: So habe man bereits vor der Krise hohe Hygienestandards gepflegt – Kunden könnten etwa genau verfolgen, wie Sandwiches vor ihren Augen mit Einweghandschuhen zubereitet werden. Bei vielen anderen Konzepten sei die Arbeit mit Handschuhen nicht üblich und es sei darum eine Umstellung nötig, die Subway nicht betreffe.

Einige Franchise-Nehmer konnten zudem während des Lockdowns auf Take away umstellen. Des Weiteren können die Sandwiches bei Lieferdiensten wie Uber eats und Eat.ch bestellt werden.

Das aktuelle Engagement der Franchise-Nehmer zeige, wie krisenresisten die Kette sei, sagt Franchise-Entwickler Julian Lechner von Subway: «Der unternehmerische Geist unserer Franchise-Nehmer bewährt sich auch in anspruchsvollen Zeiten.» Mit den drei neuen Restaurants werden rund 20 Arbeitsplätze geschaffen – ein Stellenabbau sei bei Subway derzeit nicht geplant.

ENTSCHEID VOM BUND

Restaurants öffnen am Montag

Ende April hat der Bund entschieden, dass Restaurants am 11. Mai wieder öffnen dürfen. Das hatte Gastro Suisse gefordert – der Arbeitgeberverband war bis dahin aber davon ausgegangen, dass es erst im Juni so weit sein würde. Der Verband hat daraufhin ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet und dieses dem Staatssekretariat für Wirtschaft vorgelegt. Vor einer Woche präsentierte er das Konzept dann der Öffentlichkeit und den Betrieben selbst. Das sind die Massnahmen:

  • Maximal 4 Personen pro Tisch.
  • Gäste sollen Hände beim Eintreten waschen und desinfizieren können.
  • Von jedem Gast werden Vor-, Nachname, Telefonnummer, Besuchsdatum und -zeit und Tischnummer erfasst (diese Daten werden nach 14 Tagen vollständig vernichtet).
  • Stehplätze sind nicht zugelassen.
  • Gästegruppen dürfen sich nicht vermischen.
  • Zwischen Gästegruppen gelten 2 Meter Abstand, es sei denn es gibt eine Trennwand.
  • Im Service ist ein Abstand von 2 Meter empfohlen.
  • Masken sind im Service empfohlen, wenn der Abstand auch nur kurz unterschritten wird.

Kurzarbeit bei Subway

Trotzdem wurde aber auch bei Subway während des Lockdowns mehrheitlich auf Kurzarbeit umgestellt. Ganz krisensicher ist die Kette also nicht. Dazu kommt, dass die Franchise-Nehmer den Grossteil der Investitionen und damit das grösste Risiko tragen, nicht Subway selbst.

Bei der Kette heisst es dazu, es sei korrekt, dass das Risiko primär von den Frachise-Nehmern getragen werde, doch auch der Franchise-Geber leide bei sinkenden Umsätzen. Man unterstütze die Partner in der Krise. So habe man etwa beim Umgang mit Versicherungen geholfen.

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