22.11.2020 15:57

Klöntal GLSuche nach dem Vermissten (22) ist zu gefährlich

Die Suche nach dem vermissten Berggänger, der vergangenen Mittwoch von einem Schneebrett mitgerissen wurde, ist vorübergehend eingestellt worden. Es könnte sein, dass die Suche erst im Frühling fortgesetzt wird.

von
Leo Butie
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Am Mittwoch ist ein 22-jähriger Berggänger aus dem Kanton Zürich oberhalb vom Klöntal GL verunglückt. 

Am Mittwoch ist ein 22-jähriger Berggänger aus dem Kanton Zürich oberhalb vom Klöntal GL verunglückt.

Kantonspolizei Glarus
Er war mit einem 27-jährigen Begleiter in Richtung Vrenelisgärtli unterwegs. Die Berggänger überquerten dabei eine 800 Meter lange, stark abschüssige Traverse.

Er war mit einem 27-jährigen Begleiter in Richtung Vrenelisgärtli unterwegs. Die Berggänger überquerten dabei eine 800 Meter lange, stark abschüssige Traverse.

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Dort löste sich nach bisherigen Erkenntnissen ein Schneebrett, das den 22-Jährigen über eine längere Strecke mitriss. 

Dort löste sich nach bisherigen Erkenntnissen ein Schneebrett, das den 22-Jährigen über eine längere Strecke mitriss.

Getty Images/iStockphoto

Darum gehts

  • Im Gebiet Chnoren (Klöntal GL) ist ein 22-jähriger Berggänger verunglückt.

  • Eine erste Suche mit Helikoptern blieb erfolglos.

  • Für eine Flächensuche ist es laut Polizei momentan zu gefährlich.

  • Möglicherweise kann erst im Frühling weitergesucht werden.

Die Suche nach dem vermissten 22-Jährigen, der im Klöntal GL von einem Schneebrett mitgerissen wurde, ist immer noch unterbrochen. Der Alpinist aus dem Kanton Zürich war am Mittwochvormittag mit seinem 27-jährigen Begleiter in Richtung Vrenelisgärtli unterwegs, wie die Glarner Kantonspolizei in einer Mitteilung schrieb.

Beim Überqueren einer 800 Meter langen, steil abschüssigen Traverse löste sich nach bisherigen Erkenntnissen ein Schneebrett, das den 22-Jährigen mitriss. Eine unmittelbar eingeleitete Suchaktion blieb ohne Erfolg. Bei der Suche nach dem Vermissten kamen drei Helikopter zum Einsatz. Weiter wurden auch eine Drohne sowie ein Wärmebildgerät der Schweizer Armee eingesetzt. Zusätzlich versuchte man ein allfälliges Handysignal des Vermissten zu orten.

Suche wohl erst im Frühling realistisch

Bereits am Freitag hiess es, dass die Suche wegen den schwierigen Gelände-, Witterungs- und Sichtverhältnissen eingestellt werden musste. Auf Anfrage von 20 Minuten sagt Richard Schmidt, Sprecher der Kantonspolizei Glarus, am Sonntag, dass man die Suche nicht fortgesetzt hat. Eine Flächensuche sei wegen der Lawinengefahr zu riskant. Das Risiko der Eigengefährdung der Retter sei derzeit schlicht zu hoch. «Wir bleiben aber in Kontakt mit den Rettungskräften», so Schmidt weiter.

Es ist möglich, dass es in diesem Jahr nicht mehr zu einem erfolgreichen Abschluss der Suche kommen wird. «Wir werden eventuell die Jahreszeit abwarten müssen», sagt Schmidt. Das heisst, dass erst im Zuge der Schneeschmelze im Frühling wieder nach dem 22-Jährigen gesucht werden kann.

Trauerst du oder jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirche

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Tel. 147

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