Miami - Suche nach Opfern in Hochhausruine bei 97 Toten beendet
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MiamiSuche nach Opfern in Hochhausruine bei 97 Toten beendet

Fast 100 Leichen sind aus den Trümmern des eingestürzten Wohnhauses in Miami geborgen worden. Die Rettungskräfte waren wochenlang im Einsatz.

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Die Suche nach Opfern des Einsturzes eines Hochhauses in Florida ist offiziell zu Ende.

Die Suche nach Opfern des Einsturzes eines Hochhauses in Florida ist offiziell zu Ende.

Getty Images via AFP/Joe Raedle
Sturm Elsa behindert die Sucharbeiten: Einsatzkräfte in Miami. (5. Juli 2021)

Sturm Elsa behindert die Sucharbeiten: Einsatzkräfte in Miami. (5. Juli 2021)

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Wegen des drohenden Tropensturms Elsa wurde der Rest des Gebäudes in der US-Stadt Surfside gesprengt. 

Wegen des drohenden Tropensturms Elsa wurde der Rest des Gebäudes in der US-Stadt Surfside gesprengt.

AFP

Darum gehts

  • Einen Monat nach dem Teileinsturz eines Wohnhauses in Florida wurde die Suche beendet.

  • Überlebende wurden nur in den ersten Stunden nach dem Einsturz gefunden.

  • Die Reste des teilweise eingestürzten Wohnhochhauses waren kontrolliert gesprengt worden.

Die Suche nach Opfern des Einsturzes eines Hochhauses in Florida ist offiziell zu Ende. Das teilte die Feuerwehr am Freitag mit, die seit dem 24. Juni in den Trümmern des zwölfstöckigen Hauses mit Eigentumswohnungen nach Überlebenden und Toten gesucht hatte. 97 Menschen kamen bei dem Einsturz ums Leben. Die Trümmer sind geräumt und in ein Lagerhaus gebracht worden.

Überlebende waren nur in den ersten Stunden nach dem Einsturz gefunden worden. Rettungs- und Bergungsteams durchsuchten und räumten unter schwierigen Bedingungen rund 13’000 Tonnen Trümmer. Das Such- und Rettungsteam der Feuerwehr Miami-Dade kehrte am Freitag in seinen Stützpunkt zurück. Feuerwehrchef Alan Cominsky dankte den Männern und Frauen für Zwölfstundenschichten. «Ich könnte nicht stolzer sein auf die Männer und Frauen, die Miami-Dade Fire Rescue repräsentieren», sagte er.

Überreste des Gebäudes gesprengt

Die Reste des teilweise eingestürzten Wohnhochhauses waren kontrolliert gesprengt worden. Durch den zu einem Hurrikan hochgestuften Tropensturm Elsa waren auch Überreste des Gebäudes vom Einsturz bedroht. Das zwölfstöckige Wohngebäude Champlain Towers South war in der Nacht zum 24. Juni teilweise eingestürzt. Die genaue Unglücksursache ist weiterhin unbekannt. Ein Gutachten hatte aber bereits 2018 «grosse strukturelle Schäden» an dem 1981 fertiggestellten Gebäude festgestellt.

Unklar ist, was auf dem Grund des Unglückbaus weiter geschehen wird. Laut «ABC News» sind einige Wohneigentümer für einen Wiederaufbau, andere wünschen sich ein Denkmal, das an die Toten erinnert.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Trauma erlitten?

Hier findest du Hilfe:

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

(DPA/lea)

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