07.09.2020 17:22

Canyoning-Unglück in Vättis SGSuche nach vermisstem Spanier geht weiter

Am 12. August hat sich in der Parlitobelschlucht bei Vättis ein Canyoning-Unfall ereignet, bei dem drei spanische Touristen ums Leben kamen. Die Suche nach dem vierten Vermissten dauert an.

von
Leo Butie
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Vier Spanier waren Mitte August  gemeinsam auf einer Canyoning-Tour in der Parlitobelschlucht. Sie wurden wahrscheinlich vom Unwetter überrascht.

Vier Spanier waren Mitte August gemeinsam auf einer Canyoning-Tour in der Parlitobelschlucht. Sie wurden wahrscheinlich vom Unwetter überrascht.

Privat
Rund 100 Rettungskräfte standen bei der gross angelegten Suchaktion im Einsatz. 

Rund 100 Rettungskräfte standen bei der gross angelegten Suchaktion im Einsatz.

BRK News
Einer der verunglückten Canyonisten ist Mikel L.

Einer der verunglückten Canyonisten ist Mikel L.

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Darum gehts

  • Nach dem Canyoning-Unglück in Vättis SG wird weiter nach dem vierten Vermissten gesucht.
  • Immer wieder sucht man mit Patrouillen nach dem verunglückten Spanier.
  • Helikopter, Tauchspezialisten und Leichenspürhunde standen bereits im Einsatz.
  • Nun soll auf Wunsch der Angehörigen ein spanisches Bergungsteam mit eingebunden werden.

Die St. Galler Kantonspolizei sucht weiterhin nach dem vierten Vermissten des Canyoning-Unfalls in Vättis, bei dem vier spanische Touristen von einem heftigen Gewitter überrascht wurden. Die Suche im bergigen Gelände gestaltet sich sehr schwierig. Dies teilte die St. Galler Kantonspolizei am Montag mit.

Bei dem Unglück waren am 12. August vermutlich vier spanische Touristen ums Leben gekommen. Ein heftiges Gewitter war ihnen kurz nach 18 Uhr beim Canyoning in der engen und steilen Schlucht zum Verhängnis geworden. Sie wurden von Wassermassen und Geröll mitgerissen.

Die Parlitobelschlucht ist ein für den Canyoning-Sport bekannter Ort. Ob die vier Spanier, die ohne Guide in die Schlucht gestiegen waren, die Gefahr hätten vorhersehen können, ist noch offen. Ihre zwei Begleiterinnen waren zu Fuss ins Tal zurückgekehrt und hatten die Rettungskräfte alarmiert.

Drei Leichen wurden bei einer Suchaktion mit rund 100 Rettungskräften in der Einmündung des Stausees Gigerwald gefunden. Der vierte Mann wird noch immer vermisst. Die Polizei geht davon aus, dass auch er ums Leben gekommen ist. Die vier Verunglückten waren 30, 33, 38 und 48 Jahre alt und stammten aus der Region Navarra (Spanien). Sie waren erfahrene Canyoning-Sportler.

Hanspeter Krüsi gibt am 13. August Auskunft über das Canyoning-Unglück in Vättis SG.

20 Minuten

Spanisches Bergungsteam wird eingebunden

Seit dem Unglück sei trotz der schwierigen Verhältnisse versucht worden, die Suche nach dem Vermissten voranzutreiben, heisst es im Communiqué der St. Galler Kantonspolizei vom Montag weiter. Immer wieder waren Patrouillen mit Unterstützung von Spezialisten insbesondere zwischen Schluchtausgang und dem Beginn des Gigerwald-Stausees unterwegs.

Es wurde auch mit Helikoptern, Polizeitauchern, Leichenspürhunden und Metalldetektoren nach dem vermissten Sportler gesucht. Bislang ohne Erfolg. Die Einsatzkräfte treffen insbesondere nach stärkeren Regenfällen immer wieder ein verändertes Gelände an, wie es heisst.

Die St. Galler Polizei steht im engen Kontakt mit den Angehörigen der Opfer und des Vermissten sowie mit der spanischen Botschaft in der Schweiz. Auf Wunsch der Angehörigen soll ein Bergungsteam aus Spanien bei einem Sucheinsatz eingebunden werden. Die Polizei bittet darum, von privaten Suchaktionen abzusehen.

(SDA)

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