Unwetter, Kälte, Schnee – Italien versinkt im Winterchaos

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Schlechtwetterfront«Suchen Sie höhere Stockwerke auf» – Italien versinkt im Winterchaos

Selbst in Sizilien fällt dieser Tage Schnee, in zahlreichen Regionen warnen Behörden vor Unwettern und Überschwemmungen, auch in Venedig wird es Hochwasser geben. 

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Weite Teile Italiens haben aktuell mit Unwettern und Überschwemmungen zu kämpfen. Bild: Überschwemmung bei Rieti am 18. Januar. 

Weite Teile Italiens haben aktuell mit Unwettern und Überschwemmungen zu kämpfen. Bild: Überschwemmung bei Rieti am 18. Januar. 

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Wegen des Schnees bleiben die Schulen in vielen Städten und Orten am Montag aus Sicherheitsgründen geschlossen, so wie hier in L’Aquila. 

Wegen des Schnees bleiben die Schulen in vielen Städten und Orten am Montag aus Sicherheitsgründen geschlossen, so wie hier in L’Aquila. 

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Auch Apulien hat mit Stürmen und Unwettern zu kämpfen. 

Auch Apulien hat mit Stürmen und Unwettern zu kämpfen. 

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Darum gehts

  • Weite Teile Italiens halten wegen Unwetterwarnungen den Atem an. 

  • Auf der Insel Ischia mussten bereits Hunderte Bewohner ihre Häuser verlassen.  

  • In vielen Städten und Dörfern in Mittelitalien legte der Neuschnee den Verkehr lahm und sorgte für Chaos.

Italien ächzt unter Kälte, Schnee, Regen und Unwettern. Eine Schlechtwetterfront sorgt in dem Mittelmeerland zum Wochenstart für teils heftige Schneefälle bis in die südlichsten Regionen Apulien und Basilikata. Dort blieben in vielen Städten und Orten zunächst aus Sicherheitsgründen die Schulen am Montag geschlossen. Sogar in der sizilianischen Provinz Siracusa, wo im Sommer noch ein Hitzerekord von 48,8 Grad gemessen worden war, fiel über Nacht Schnee.

Behörden warnen vor Überschwemmungen

Der Zivilschutz sprach wegen der Niederschläge für die Regionen Emilia-Romagna und Marken in Mittelitalien die zweithöchste Warnstufe aus. An der dortigen Adriaküste beobachten die Behörden starke Regenfälle und Überschwemmungen. In der Gegend um Senigallia, wo bei Unwettern im Herbst zwölf Menschen gestorben sind, wurden die Bewohner aufgefordert, höhere Stockwerke aufzusuchen. Auf der Insel Ischia, wo Ende November bei Erdrutschen ebenfalls zwölf Menschen ums Leben gekommen sind, mussten rund 400 Bewohner schon vor Tagen ihre Häuser verlassen. Eine Rückkehr verzögert sich zunächst weiter.

Venedig fährt die Flutschutztore hoch 

Venedig erwartete ein Hochwasser von 125 Zentimetern. Damit dieses die Innenstadt rund um den berühmten Markusplatz nicht überschwemmt, wurden alle mobilen Flutschutztore vor der Lagune ausgefahren.

Am Wochenende waren die Fährverbindungen auf die Äolischen Inseln zwischen Sizilien und Kalabrien wieder aufgenommen worden, nachdem diese wegen des Schlechtwetters zuvor mehr als 40 Stunden unterbrochen waren. Am Montag war aber noch das Örtchen Ginostra auf der Vulkaninsel Stromboli von der Aussenwelt abgeschnitten.

In vielen Städten und Dörfern in Mittelitalien legte der Neuschnee den Verkehr lahm und sorgte für Chaos. Im Valmarecchia-Tal in der Provinz von Rimini erreichten die Schneemassen am Montagmorgen eine Höhe von teils bis zu zwei Metern, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Die Behörden warnten zudem vor Lawinenabgängen. In Perugia, der Hauptstadt der Region Umbrien, wurden etliche Strassen gesperrt, von denen der Neuschnee zunächst nicht weggeräumt werden konnte. Auch in der norditalienischen Ferienregion Südtirol wurden am Montag weitere teils heftige Schneefälle erwartet.

Friedhof in Süditalien wurde weggespült

Bereits am letzten Donnerstag hatten starke Regenfälle einen Friedhof in Süditalien teilweise weggespült. Etwa 20 Särge und rund 80 Urnen gerieten dabei in der Ortschaft Sant’Agata de' Goti in der Region Kampanien in ein angrenzendes Bachbett, wie die Feuerwehr sowie Medien berichteten.

Der Bach habe zuletzt kein Wasser mehr geführt, berichtete Bürgermeister Salvatore Riccio. Heftige Niederschläge füllten den Bachlauf aber wieder mit Wasser, das den Hang, auf dem der Friedhof lag, unterspülte. Auf Amateurbildern war zu sehen, wie ein Teil des Friedhofs mit den Särgen und Urnen mehrere Meter abgesackt war.

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(DPA/fis)

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