Flug AF447: Suchflüge im Atlantik werden eingeschränkt
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Flug AF447Suchflüge im Atlantik werden eingeschränkt

Dreieinhalb Wochen nach dem Absturz eines Flugzeugs der Air France im Atlantik hat Frankreich die Suchflüge von einer Luftwaffenbasis im Senegal eingestellt.

Wie die brasilianische Armee am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, erhielten ihre Marine- und Luftwaffen-Kommandos eine Erklärung vom Zentrum für die Koordination der Rettungsarbeiten (CCS) in Dakar, derzufolge keine Flugzeuge mehr in die etwa 2000 Kilometer entfernte Absturzregion entsendet werden.

Frankreich hatte von einem senegalesischen Luftwaffenstützpunkt aus Flugzeuge für die Suche nach dem Wrack und den Todesopfern zur Verfügung gestellt.

Von brasilianischer Seite aus dauerten die Suchflüge an, obwohl seit etwa einer Woche keine Leichen mehr gefunden wurden und am Dienstag nur einige kleine Trümmerstücke geborgen werden konnten. In Brasilien stationierte französische Flugzeuge und Helikopter waren weiter an der Suche beteiligt, wie ein Armeesprecher in Paris sagte. Die Suche werde von Brasilien koordiniert.

Der Airbus A330 war am Pfingstmontag auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris über dem offenen Meer abgestürzt. An Bord waren 228 Menschen aus 32 Ländern. Die Unglücksursache ist bislang unklar.

Ein Atom-U-Boot und französische Spezialschiffe suchen weiter nach den Flugschreibern der Maschine, die vermutlich in 3000 bis 5000 Metern Tiefe auf dem Meeresboden liegen und noch etwa eine Woche lang Signale aussenden.

(sda)

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