Aktualisiert 10.06.2009 10:55

FlugzeugunglückSuchmannschaften entdecken weitere Opfer

Nach dem Absturz der Air-France-Maschine über dem Atlantik haben französische und brasilianische Suchmannschaften 13 weitere Leichen aus dem Meer geborgen.

Dies sagte ein Sprecher der brasilianischen Armee am Dienstag an einer Medienkonferenz in Recife. Damit stieg die Zahl der geborgenen Toten auf 41. Davon seien 16 Leichen zur Identifizierung auf die brasilianische Insel Fernando de Noronha gebracht worden, sagte der Sprecher. Die übrigen Leichen befinden sich demnach noch auf brasilianischen Booten.

Ermittler sammeln Genmaterial von Angehörigen

Die brasilianischen Ermittler begannen unterdessen damit, Familienangehörigen der Toten Gewebeproben zu entnehmen, um mit dem gewonnenen genetischen Material die Toten identifizieren zu können. Wenn man herausfindet, wo die Opfer gesessen haben und welche Verletzungen sie erlitten, könnte das bei der Suche nach der Ursache für den Absturz der Maschine am 31. Mai helfen, wie Luftwaffenexperte Peter Goelz erklärte, ein früherer Leiter der US-Flugsicherheitsbehörde NTSB.

Mit dem Fund des Seitenleitwerks und weiterer Leichen lässt sich auch das Seegebiet eingrenzen, in dem der Daten- und der Stimmrekorder der Unglücksmaschine womöglich zu finden sind. Die beiden Blackboxen sind im Flugzeug in der Nähe der Leitwerke eingebaut.

Bei der Flugzeugkatastrophe waren am Pfingstmontag auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris 228 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen drei Schweizer Staatsangehörige.

(Quelle: SDA/AP)

Atom-U-Boot beginnt mit Suche nach Flugschreibern

Paris Ein französisches Atom-U-Boot sucht im Atlantik nach den Flugschreibern der abgestürzten Air-France-Maschine. Die «Emeraude» solle zunächst eine 20 mal 20 Seemeilen (rund 37 mal 37 Kilometer) grosse Zone durchkämmen, sagte ein französischer Militärsprecher in Paris.

Mit seinen hochmodernen Sonargeräten werde das 74 Meter lange U- Boot versuchen, die akustischen Signale der beiden Flugschreiber zu orten. Viel Hoffnung auf einen schnellen Erfolg gibt es allerdings nicht. Das U-Boot müsse sehr nah an den Flugschreibern vorbeifahren, um sie orten zu können, sagte er am Mittwoch.

Viel weiter als 1000 Meter sind die Signale vermutlich nicht zu empfangen. Die auch «Black Box» genannten Geräte werden in einer Tiefe von bis zu 4000 Metern vermutet. Von ihren Daten erhoffen sich die Flugunfallermittler wichtige Informationen zur Ursache der Katastrophe. (SDA)

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