Aktualisiert 27.12.2016 14:41

Russiches TransportflugzeugSuchtrupps finden Blackbox im Meer

Einsatzkräfte haben einen der Flugdatenschreiber des abgestürzten russischen Militärflugzeugs entdeckt. Tausende beteiligen sich an der Suchaktion.

von
fal
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Eine erste Überprüfung hat ergeben, dass die Blackbox offenbar nicht ernsthaft beschädigt ist. (27. Dezember 2016)

Eine erste Überprüfung hat ergeben, dass die Blackbox offenbar nicht ernsthaft beschädigt ist. (27. Dezember 2016)

Keystone/Rossiya One TV Channel photo via AP
Erste Untersuchungen des Flugdatenschreibers haben zunächst keine neuen Erkenntnisse zur Absturzursache gebracht. (27. Dezember 2016)

Erste Untersuchungen des Flugdatenschreibers haben zunächst keine neuen Erkenntnisse zur Absturzursache gebracht. (27. Dezember 2016)

Keystone/Rossiya One TV Channel photo via AP
Der Flugschreiber wurde nahe der Flugkabine unter Wasser gefunden. (26. Dezember 2016)

Der Flugschreiber wurde nahe der Flugkabine unter Wasser gefunden. (26. Dezember 2016)

Keystone/Vladimir Velengurin/Emergency Situations Ministry

Die Blackbox der am Sonntag verunfallten russischen Maschine wurde am frühen Morgen vor der Küste von Sotschi gefunden. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Das Gerät sei nahe der Flugkabine unter Wasser gefunden worden. Aufnahmen des staatlichen Fernsehens zeigten Einsatzkräfte in einem Schlauchboot mit einem Behälter, in dem ein von Wasser bedecktes orangefarbenes Objekt lag.

Die sogenannte Blackbox sei in eines seiner Labore bei Moskau geflogen worden, erklärte das Ministerium später. Eine erste Überprüfung habe ergeben, dass sie offenbar nicht ernsthaft beschädigt sei. Verkehrsminister Maxim Sokolow sagte russischen Nachrichtenagenturen, erste Untersuchungen des Flugdatenschreibers hätten zunächst keine neuen Erkenntnisse zur Absturzursache gebracht. Dafür sei es «noch zu früh».

Nach Angaben der Agentur Interfax wurde auch ein zweiter Flugschreiber gefunden, aber noch nicht geborgen.

Technisches oder menschliches Versagen?

Bei den Sucharbeiten nahe Sotschi wurden seit dem Unglück am Sonntag auch 16 Leichen geborgen. Interfax zitierte einen nicht genannten Behördenvertreter, weder an Trümmerteilen noch an den Toten seien Spuren von Sprengstoff gefunden worden. In der Nacht seien Teile des Rumpfes und des Triebwerks der Maschine sowie verschiedene mechanische Teile gefunden worden, erklärte das Ministerium weiter. An der Suche waren rund 3500 Einsatzkräfte, 45 Schiffe und 192 Taucher beteiligt.

Die Ermittler gehen von technischem Versagen oder einem Pilotenfehler aus. Das russische Militär legte am Dienstag bis zu einer Klärung der Ursache seine Flotte von Tupolew Tu-154 still.

Keine Hinweise auf Terror

Am Montag hatten Taucher im Schwarzen Meer die ersten Trümmer der Maschine gefunden. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben keine Hinweise auf einen möglichen Terroranschlag oder Sabotage als Ursache für den Absturz der Maschine mit 92 Menschen an Bord.

Die Maschine vom Typ Tupolew Tu-154 war am Sonntagmorgen auf dem Weg zu russischen Soldaten in Syrien kurz nach dem Start in Sotschi ins Schwarze Meer gestürzt. Unter den Passagieren waren auch Mitglieder des weltbekannten Alexandrow-Militärchores sowie die für ihre wohltätige Arbeit bekannte russische Ärztin Jelisaweta Glinka und mehrere Journalisten. Die Musiker sollten für russische Soldaten in Syrien ein Neujahrskonzert geben. Bei dem Absturz kamen vermutlich alle Menschen an Bord ums Leben. Trauernde legte am Hafen von Sotschi Blumen zum Gedenken an die Toten nieder. (fal/sda)

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