Aktualisiert 28.07.2004 08:23

Sudan lässt sich von den USA nicht einschüchtern

Die USA fordert den Sudan ultimativ auf, mordende Milizen in Darfur zu entwaffnen. Der Sudan zeigt sich allerdings entschlossen, möglichen Interventionen internationaler Truppen entgegenzutreten.

Die sudanesische Regierung ordnete am Abend nach eigenen Angaben die «politische und strategische» Generalmobilmachung an. Damit will sie einer möglichen Intervention internationaler Truppen entgegentreten.

Der sudanesische Aussenminister Mustafa Osman Ismail erklärte, sein Land werde sich im Falle einer ausländischen Intervention verteidigen. Den USA wirft Sudan vor, die Krise als Mittel zum Sturz der Regierung in Khartum zu missbrauchen.

Dem afrikanischen Land wird wegen der andauernden Menschenrechtsverletzungen in der Region Darfur mit Sanktionen nach einer 30-Tage-Frist gedroht. Washington dringt darauf, die Resolution am Donnerstag oder Freitag zu verabschieden.

Der US-Entwurf für die UNO-Resolution sieht ein sofortiges Waffenembargo gegen Milizen und Rebellen in der Unruheprovinz vor. Zudem werden dem Sudan Sanktionen angedroht, sollte er nicht binnen 30 Tagen gegen die Milizen einschreiten. Die Milizen werden für die Menschenrechtsverletzungen in Darfur verantwortlich gemacht.

Zum jetzigen Zeitpunkt spricht sich Washington allerdings gegen eine internationale Friedenstruppe aus.

In dem Konflikt in der Krisenregion Darfur sind nach Schätzungen der UNO bis zu 50 000 Menschen getötet worden. Mehr als eine Million Afrikaner sind von Milizen vertrieben worden. (sda)

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