WHO meldete Ausrottung: Sudan meldet neue Polio-Fälle
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WHO meldete AusrottungSudan meldet neue Polio-Fälle

Drei Tage nachdem die WHO das Polio-Virus in Afrika für ausgerottet erklärt hatte, meldet der Sudan neue Fälle.

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Der Sudan meldet neue Erkrankungen mit Polio.

Der Sudan meldet neue Erkrankungen mit Polio.

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Noch vor drei Tagen hatte die WHO die Krankheit für offiziell ausgerottet erklärt. Im Bild: Ein Junge wartet auf eine Polio-Impfung im Sudan.

Noch vor drei Tagen hatte die WHO die Krankheit für offiziell ausgerottet erklärt. Im Bild: Ein Junge wartet auf eine Polio-Impfung im Sudan.

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Polio ist unter anderem für die Kinderlähmung verantwortlich.

Polio ist unter anderem für die Kinderlähmung verantwortlich.

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Drei Tage, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Polio in Afrika für ausgerottet erklärte, hat die Uno neue Fälle im Sudan gemeldet. Die ersten seien am 9. August aufgetreten, erklärte das Uno-Büro für humanitäre Hilfe.

Seitdem seien in neun der 18 sudanesischen Bundesstaaten mindestens 13 Menschen an Kinderlähmung erkrankt. In Proben aus dem Bundesstaat Khartum wurde zudem der Typ 2 des Wildtyps des Poliovirus nachgewiesen, was nach Einschätzung der UNO auf eine «weite Verbreitung» des Virus in dem Land hindeuten könnte. Weitere Fälle wurden in Äthiopien, in der Zentralafrikanischen Republik und im Tschad gemeldet.

Nach den Ocha-Angaben bereitet das sudanesische Gesundheitsministerium mit Unterstützung des Uno-Kinderhilfswerks Unicef bereits eine grossangelegte Impfkampagne vor. Geimpft werden sollen fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren. Die Uno schätzt die Kosten auf 20 Millionen Dollar.

(SDA)

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