Aktualisiert 05.02.2020 18:34

«Match in Africa»

Südafrikaner heissen Federer willkommen

Der Schweizer Tennisspieler ist in Kapstadt eingetroffen und hat sich den südafrikanischen Medien gestellt.

von
Adrian Ruch, Kapstadt
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Reges Interesse für Roger Federer nach seiner Ankunft in Kapstadt.

Reges Interesse für Roger Federer nach seiner Ankunft in Kapstadt.

Keystone/Nic Bothma
Der Schweizer spricht über das «Match in Africa» gegen Rafael Nadal, das am Freitag stattfindet.

Der Schweizer spricht über das «Match in Africa» gegen Rafael Nadal, das am Freitag stattfindet.

Keystone/Nic Bothma
Auch im Land, wo er in seiner Kindheit oft in den Ferien weilte, ist Federer ein Superstar.

Auch im Land, wo er in seiner Kindheit oft in den Ferien weilte, ist Federer ein Superstar.

Keystone/Nic Bothma

Es gibt keinen grossen Empfang am Flughafen von Kapstadt, und das ist gewollt. Der kleine Saal im Medienzentrum am Rand der Ankunftshalle ist hingegen überfüllt. 15 TV- und Videokameras stehen bereit, und über 50 Medienschaffende, viele von ihnen ziemlich aufgeregt, warten auf Roger Federer. Als er eintritt, werden die Anwesenden aufgefordert, ihn mit Beifall zu begrüssen. Doch nur Einzelne klatschen.

Der Tennisstar kommt aus Namibia, wo er ein Projekt seiner Stiftung besucht und sich mit Präsident Hage Geingob getroffen hat. Federer erzählt von einem warmen Empfang. Der Präsident und dessen Frau seien sehr nett gewesen. «Wichtig ist, dass man diesen Leuten Respekt zollt. Zusammen kann man sehr viel mehr erreichen», sagt Federer und spricht von «einem kurzen, aber sehr erfolgreichen Trip». Es war geplant, dass der Baselbieter in Kapstadt auch den südafrikanischen Präsidenten kennenlernt. Doch Cyril Ramaphosa hat nun abgesagt; er wird am Freitag auch nicht live am «Match in Africa» dabei sein. Das sei «kein Problem», betont Federer, «vielleicht klappt es beim nächsten Mal».

Über 50'000 Zuschauer werden am Freitag für die Exhibition mit Rafael Nadal, Bill Gates sowie dem südafrikanischen Autor und Komiker Trevor Noah im Fussballstadion erwartet, was Tennis-Weltrekord bedeutet. Viele der Einheimischen betrachten Federer als halben Südafrikaner; wie sieht er sich selber? «Wenn ich um die Welt reise, bin ich ein Schweizer mit südafrikanischen Wurzeln. Hier ist es etwas anderes, da komme ich als beides.» Nach 38 Minuten verlässt Federer den Raum – er wird, ohne Aufforderung, mit warmem Applaus verabschiedet.

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