Südanflug: Hilft Petrus den Demonstranten?

Aktualisiert

Südanflug: Hilft Petrus den Demonstranten?

Verhindert Petrus heute den Start der Südanflüge auf Zürich Kloten? Für Meteo Schweiz liegt diese Chance bei 70 Prozent.

Ab heute früh um 6.04 Uhr muss der Flughafen Zürich grundsätzlich von Süden her angeflogen werden. Die Prognosen von Meteo Schweiz weisen aber auf ein Scheitern der Südanflug-Premiere hin. Die Chancen stehen nämlich ziemlich gross, dass die Wolken zu tief hängen. Liegt die Decke unter 360 Meter oder herrscht Nebel, ist der Südanflug nicht möglich.

So oder so gewappnet ist der Verein «Flugschneise Süd – Nein»: Unter dem Motto «Fliegeralarm» hat die Bürgerinitiative zum Protest aufgerufen. Sie versammelt sich an fünf exponierten Orten im Korridor des Südanflugs, um den ersten Anflug «zu verhindern». Wie das geschehen soll, wollten die Verantwortlichen nicht einmal andeutungsweise preisgeben.

Promi-Umfrage: Weshalb sind sie gegen die Südanflüge?

Frank Baumann, Werber

«Für die deutschen Anliegen habe ich überhaupt kein Verständnis. Bei uns

in Gockhausen werden die Jets in einer Höhe von 300 Metern über die Dächer donnern – in Hohentengen sind es zirka 1500 Meter.»

Dr. med. A. Fontana, Schlafforscher

«Der Fluglärm verursacht bei Kindern Schlafstörungen, die sich negativ auf

die Entwicklung und die schulischen Leistungen auswirken. Ich würde noch viel weiter gehen, um die Südanflüge zu verhindern.»

Freddy Burger, Manager

«Was hier rund um das Thema Südanflüge passiert, ist schlicht skandalös. Die betroffenen Bürger werden materiell enteignet. Ich werde heute und in der Zukunft legal gegen diese illegalen Südanflüge demonstrieren.»

Filippo Leutenegger, FDP-Nationalrat

«Ich unterstütze die Betroffenen, weil es ein unhaltbarer Zustand ist. Lärmverteilung, ob im Osten oder im Süden, ist falsch. Wir müssen die Deutschen nicht verstehen, sondern besser und zäher verhandeln.»

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