Aktualisiert 26.07.2011 07:37

Erstmals seit Angriffen

Südkorea liefert Lebensmittel in den Norden

Südkorea macht einen weiteren Schritt auf Nordkorea zu: Nachdem sich die beiden Staaten bereits auf neue Atomgespräche geeinigt haben, schickt Südkorea erstmals seit 2008 wieder Hilfslieferungen in den Norden.

Zum ersten Mal seit dem nordkoreanischen Angriff auf eine südkoreanische Insel im vergangenen Jahr hat der Süden wieder Hilfslieferungen in den Norden gebracht. «Wir hoffen, dass unsere humanitäre Hilfe zu verbesserten Beziehungen zwischen beiden Ländern führt», sagte der Chef einer südkoreanischen Hilfsorganisation, Kim Deog Ryong, am Dienstag, als zwölf Lastwagen mit 300 Tonnen Mehl die Grenze zum Norden überquerten.

Sollte die Regierung in Seoul ihre Zustimmung geben, will die Organisation bis Ende August insgesamt rund 2500 Tonnen Mehl in den verarmten Nachbarstaat schicken.

Seit 2008 keine Hilfslieferungen mehr

Seit sich die Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea 2008 verschlechterten, stoppte Seoul eine jährliche Hilfslieferung von 400'000 Tonnen Reis, erlaubte aber Hilfen einiger privater Organisationen. Nach dem Angriff Nordkoreas auf die grenznahe Insel Südkoreas im November mit vier Toten untersagte Seoul dann alle Lieferungen.

Nordkorea ist von chronischem Lebensmittelmangel betroffen, in den 90er Jahren starben tausende Menschen bei einer Hungersnot. Laut der UNO brauchen derzeit rund sechs Millionen Menschen dringend Hilfe.

(sda)

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