Südkorea spricht von neuer Ära in Beziehungen zum Norden
Aktualisiert

Südkorea spricht von neuer Ära in Beziehungen zum Norden

Der Präsident des südkoreanischen Parlaments hat die Teilnahme nordkoreanischer Delegierter an den Gedenkveranstaltungen zum Kriegsende als Beginn einer neuen Ära gewürdigt.

«Wahrhaftige und substanzielle kooperative Beziehungen zwischen dem Süden und dem Norden beginnen jetzt», sagte Parlamentspräsident Kim One Ki anlässlich eines Besuchs der nordkoreanischen Delegation im Abgeordnetenhaus. Er schlug einen Austausch zwischen Parlamentariern beider Staaten vor, um das gegenseitige Verständnis zu vertiefen.

Rund 200 nordkoreanische Regierungsvertreter hatten am Montag erstmals die Gedenkfeiern zum Ende des Zweiten Weltkriegs und der japanischen Besatzung in Seoul besucht. Die nordkoreanische Delegation traf am Dienstag auch den ehemaligen südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung, der die so genannte Sonnenscheinpolitik gegenüber Nordkorea eingeleitet hatte. Im Juni 2000 war er mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Il zusammengetroffen. Die Nordkoreaner luden den derzeit an Lungenentzündung erkrankten Expräsidenten nach Pjöngjang ein.

(dapd)

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