Südlibanon: Regierungssoldaten überschwänglich empfangen

Aktualisiert

Südlibanon: Regierungssoldaten überschwänglich empfangen

Erstmals seit fast 40 Jahren hat die libanesische Armee wieder im Süden Libanons Stellung bezogen. Truppenverbände rückten gestern in die Region vor, die bisher von der Hisbollah-Miliz kont-rolliert wurde.

Die rot-weissen Fahnen mit der grünen Zeder wehten an den Militärfahrzeugen, als die ersten libanesischen Armee-Einheiten eintrafen.

Patriotischer Überschwang begleitete sie: Die Einheimischen jubelten den Soldaten zu. Mit der Ankunft der Soldaten gestern Morgen verknüpfen nun viele Bewohner die Hoffnung auf ruhigere Zeiten.

«Allah segne sie, sie kommen, um uns zu beschützen», kommentierte der Südlibanese Mohammed das Eintreffen der Uniformierten.

Die libanesische Armee hatte seit 1968 schrittweise die Kontrolle über den Süden des Libanons verloren, zunächst an die palästinensischen Fedajin und später an die Schiiten-Miliz Hisbollah. Es entstand eine Art Staat im Staate, der sich der Befehlsgewalt der Regierung in Beirut verweigerte.

Nach den Kämpfen zwischen Israel und der Hisbollah war am Montag ein von der Uno ausgehandelter Waffenstillstand in Kraft getreten. Am Mittwoch gab die libanesische Regierung grünes Licht für die Entsendung der Regierungssoldaten, gleichzeitig begann die israelische Armee ihren Rückzug.

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