Südossetien feiert Unabhängigkeit
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Südossetien feiert Unabhängigkeit

Südossetien hat am Samstag mit einer Militärparade seinen Unabhängigkeitstag markiert.

Nach Angaben russischer Medien wurden dabei in der Hauptstadt Zchinwali amerikanische Jeeps und georgische Panzer gezeigt, bei denen es sich um Beutestücke aus dem Krieg im vergangenen Monat gehandelt habe. Knapp einen Monat zuvor hatte Moskau die beiden georgischen Regionen Abchasien und Südossetien nach einem fünftägigen Krieg, bei dem die georgischen Streitkräfte vertrieben wurden, als unabhängige Staaten anerkannt.

Seit 18 Jahren hätten die Menschen in Südossetien gezeigt, dass sie einen gleichberechtigten Platz unter den Nationen dieser Welt verdient hätten, erklärte der südossetische Führer Eduard Kokoity in den Bildern des russischen Fernsehens. Er bezog sich damit auf den Zerfall der Sowjetunion 1990 und der danach folgenden Ausrufung einer Südossetischen Republik. In einem Krieg löste sich die Region dann aus der Kontrolle Georgiens.

Russische Truppen bleiben

Der Konflikt um Südossetien und Abchasien hat zu erheblichen Spannungen zwischen Russland und dem Westen geführt, der die Regierung in Moskau aufgefordert hat, ihre Truppen aus dem georgischen Kernland und auch aus den beiden Regionen wieder abzuziehen. Dies wies der russische Ministerpräsident Wladimir Putin aber am Samstag zurück.

Russland und die Länder Südossetien und Abchasien würden entscheiden, wie viele Soldaten Russland auf ihren Territorien stationiert haben solle. Die russischen Soldaten würden sich wie zugesagt aus den Gebieten in Georgien selbst zurückziehen, wenn dort die Beobachter der Europäischen Union eingetroffen seien. Der Abzug aus Südossetien und Abchasien sei aber eine ganz andere Frage, erklärte Putin. (dapd)

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