Aktualisiert 19.11.2007 08:36

Südostasien gibt sich Grundsatzcharta

Die Südostasiatische Staatengemeinschaft (ASEAN) wird auf ihrem Gipfeltreffen am Dienstag eine Charta unterzeichnen, die unter anderem die Schaffung eines Amtes zur Überwachung der Menschenrechte vorsieht.

Die Unterzeichnung werde der Höhepunkt des ASEAN-Gipfels sein, erklärte der gastgebende Aussenminister von Singapur, George Yeo, am Montag. Die Charta sei ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur regionalen Integration.

Die neue Behörde wird aber keine Befugnisse haben, um gegen Menschenrechtsverletzungen etwa im ASEAN-Mitgliedsstaat Burma einzuschreiten. Die Charta, die in zweieinhalbjährigen Verhandlungen ausgearbeitet wurde, werde die vor 40 Jahren gegründete Staatengemeinschaft stärken, sagte der malaysische Aussenminister Syed Hamid Albar. Das Grundrechtepapier muss nach der Unterzeichnung von den Parlamenten der Mitgliedsstaaten ratifiziert werden.

Auch der burmesische Aussenminister Nyan Win versicherte am Montag, sein Land werde die Charta unterzeichnen. Die ASEAN wurde 1967 zur Förderung der regionalen Zusammenarbeit gegründet. Weitere Ziele waren und sind wirtschaftlicher Aufschwung, sozialer Fortschritt und politische Stabilität. Von Anfang an dabei waren Thailand, Malaysia, Indonesien, die Philippinen und Singapur. Brunei wurde nach seiner Unabhängigkeit 1984 aufgenommen, später stiessen Vietnam, Burma, Laos und Kambodscha hinzu. (dapd)

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