Südosteuropa ächzt unter der Hitze
Aktualisiert

Südosteuropa ächzt unter der Hitze

Griechenland, Italien und Teile des Balkans werden von einer lähmenden Hitzewelle erdrückt, die bisher 31 Menschen das Leben gekostet hat.

«Heute haben wir mit 46 Grad den schlimmsten Tag», sagte Nikos Kanteres vom griechischen Wetterdienst am Dienstag in Athen.

Die glühende Sonne löste in Griechenland sieben grössere Buschbrände aus. Da es kaum Wind gab, konnte die Feuerwehr die Brände aber bald unter Kontrolle bringen. Überhitzung von Stromleitungen wurde für den Ausfall der Elektrizitätsversorgung in zehn Bezirken von Athen verantwortlich gemacht. In der griechischen Hauptstadt, wo die Temperaturen auf 43 Grad stiegen, wurden die meisten Behörden am Mittag geschlossen.

Ein wenig Entspannung gab es für Bevölkerung und Touristen in Süditalien. Zwar wurden aus Sizilien und Sardinien neue Waldbrände gemeldet. Die Temperaturen gingen aber in Apulien und Kalabrien auf 35 bis 38 Grad zurück, während Catania am Dienstagmittag erneut 42 Grad meldete. Von Stromausfällen waren sowohl Ampelanlagen als auch die Kühltruhen von Restaurants und Supermärkten betroffen. Der Stromversorger Enel Spa führte die Überlastung der Netze auf die hohe Nachfrage zurück.

Allein 19 Todesfälle wurden in Rumänien auf die Hitze zurückgeführt, in Serbien waren es neun und in Griechenland fünf. In Südrumänien wurden am Dienstag 40 Grad gemessen. Die Landstrassen wurden für schwere Lastwagen gesperrt, um den von der Hitze aufgeweichten Strassenbelag vor weiteren Schäden zu schützen. In Budapest wurden Zelte aufgestellt, in denen kostenlose Getränke angeboten werden. Ausserdem können die Bewohner dort ihren Blutdruck überprüfen lassen. Seit Montag mussten die Rettungsdienste 78 Mal ausrücken, um Bewohnern bei einem Kreislaufkollaps beizustehen. (dapd)

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