Tokelau: Südseeinsel lockt mit Gratis-Domainvergabe
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TokelauSüdseeinsel lockt mit Gratis-Domainvergabe

Das Internet umfasst über 271 Millionen Domainnamen. Die meisten Domains enden auf .com, gefolgt von .tk. Letztere sind vor allem bei Betrügern beliebt.

von
pst
Die meisten länderspezifischen Top-Level-Domains sind auf der zu Neuseeland gehörigen Inselgruppe Tokelau registriert.

Die meisten länderspezifischen Top-Level-Domains sind auf der zu Neuseeland gehörigen Inselgruppe Tokelau registriert.

IT-Sicherheitsdienstleister Verisign hat den jährlich publizierten Domain-Namen-Report für das vergangene Jahr veröffentlicht. Demzufolge ist das Internet im letzten Quartal 2013 um fünf Millionen registrierte Domains angewachsen und zählte per Ende Jahr 271 Millionen, was einem Quartalswachstum von 1,9 Prozent entspricht.

Im Jahresvergleich erhöhte sich die Zahl der Registrierungen um 7,3 Prozent. Insgesamt gibt es mittlerweile über 127,2 Millionen Domainnamen, die auf .com oder .net enden. 112 Millionen sind .com-, 15,2 Millionen .net-Adressen. Beide Endungen werden von Verisign betrieben.

.tk am zweitbeliebtesten

Die Endung .com ist nach wie vor die mit Abstand häufigste Adressendung. Am zweithäufigsten kommen Domainnamen mit der Endung .tk vor, von denen es mittlerweile rund 17 Millionen gibt. Damit ist die zur südpazifischen Inselgruppe Tokelau gehörige Adress-Endung die beliebteste länderspezifische Top-Level-Domain (TLD) weltweit.

Grund für die vielen .tk-Domains ist, dass die Inselgruppe die Domainnamen kostenlos vergibt, sofern sie aktiv genutzt werden. Die Verwendung für Porno-, Glücksspiel- oder andere jugendgefährdende Inhalte ist ausdrücklich untersagt. Gefragt sind die .tk-Domains vor allem in China, Russland, Indien und in der Türkei.

Viele Phishing-Sites enden auf .tk

Die TLD .tk wird gerne von Betrügern genutzt, wobei vor allem im Bereich Phishing eine grosse Gefahr von ihr ausgeht. United Domains listete das Land 2012 zwar nicht unter den zehn gefährlichsten länderspezifischen Phishing-TLDs, vermerkte aber, dass über 50 Prozent der für Phishing neu registrierten Domains unter der Länderendung der Inselgruppe zu finden waren.

Gemäss McAfee werden Domains häufiger zu Schadzwecken eingesetzt, je geringer die Hürden für eine Registrierung sind und je günstiger die Endungen angeboten werden. Im Jahr 2009 stufte der Internet-Security-Spezialist 3754 von 85'310 getesteten Seiten aus Tokelau als riskant ein.

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