Aktualisiert 28.07.2004 09:33

Südspanien: Zwei Tote bei Waldbrand

Bei einem Waldbrand im südspanischen Huelva sind am Dienstagabend zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer seien in ihrem Auto von den Flammen überrascht worden und qualvoll verbrannt, teilten die Behörden mit.

In der Gegend mussten zudem mehrere Dörfer mit rund 600 Einwohnern geräumt werden. Auch die Badegäste eines nahe gelegenen Stausees wurden in Sicherheit gebracht.

Das Feuer sei von einem Anwohner verursacht worden, der Plastikmüll verbrannt habe, meldete das Radio. Etwa 25 Menschen seien mir Rauchvergiftungen ins Spital gebracht worden.

Die Provinz Huelva liegt an der Grenze zu Portugal, wo seit mehreren Tagen verheerende Waldbrände wüten. Am schwersten betroffen ist die touristisch wichtige Region um Faro an der Algarve-Küste in Südportugal.

Bei weiteren Waldbränden bei Nimes in Südfrankreich wurden am Dienstag nach offiziellen Angaben mehr als 700 Hektar Unterholz zerstört. Dutzende Anwohner hätten ihre Häusern verlassen müssen.

Mehr als 600 Feuerwehrleute seien im Einsatz, sagte eine Sprecherin der örtlichen Verwaltung. «Es gab einen ziemlich starken Wind, der das Feuer vorantrieb. Wir hoffen, dass sich die Winde während der Nacht legen werden», ergänzte sie.

Am Montag hatte Innenminister Dominique de Villepin die Fläche der in Südfrankreich in den vergangenen Tagen durch Feuer zerstörten Waldflächen auf mehr als 3 000 Hektar beziffert und die Bevölkerung dazu aufgerufen, während des heissen, trockenen Sommerwetters besonders vorsichtig zu sein. (sda)

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