Verkehrschaos: Südzubringer: Stadtrat lehnt Juso-Initiative ab
Aktualisiert

VerkehrschaosSüdzubringer: Stadtrat lehnt Juso-Initiative ab

Die Juso will den Südzubringer mittels Initiative verhindern. Der Stadtrat hält jedoch an seinen Plänen fest.

von
Gianni Walther
Verkehr in der Innenstadt: Der Südzubringer soll Entlastung bringen.

Verkehr in der Innenstadt: Der Südzubringer soll Entlastung bringen.

Sie wollen weniger Staus in der Stadt: Darin sind sich Stadtrat und Juso einig. Während der Stadtrat das Problem mit Umfahrungsstrassen und Süd­zubringer lösen will, sieht die Juso darin das sichere Verkehrschaos. Sie wehrt sich mit einer Initiative dagegen, die verlangt, dass sich die Stadt weder an der Ausführung noch an der Planung eines Südzubringers beteiligt. Die Regierung lehnt das jedoch ab.

«Der Stadtrat will eine verkehrliche Entlastung des Stadtgebietes», so Stadträtin Ursula Stämmer. «Die Verkehrsprobleme von Stadt und Agglomeration können mittel- bis längerfristig zu einem wirtschaftlichen Problem führen», befürchtet Stämmer. Durch die Verlagerung des Durchgangverkehrs sollen im Zentrum auch durchgehende Busspuren möglich werden – Busse würden nicht mehr in Staus feststecken.

«Dass es weniger Verkehr geben wird, ist ein reines Märchen», widerspricht Yannick Gauch, Präsident der Juso Stadt Luzern. «Wir wollen nicht, dass der Kanton aus der Stadt einen Verkehrsmoloch macht», sagt Gauch und fügt den Bau der dritten Röhre beim Bareggtunnel als Beispiel an: «Man wollte die Verkehrssituation entlasten. Das Resultat war jedoch 20 Prozent mehr Verkehr in einem einzigen Jahr.»

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