Aktualisiert 21.08.2012 10:38

SchokoladeSüsses Halbjahr für Lindt & Sprüngli

Mehr Umsatz, höherer Gewinn, Expansion nach Asien. Der Schokoladenhersteller schaut auf ein erfolgreiches Halbjahr zurück.

Das Geschäft mit der Schokolade läuft wie geschmiert.

Das Geschäft mit der Schokolade läuft wie geschmiert.

Zwar verdirbt die Finanzkrise vor allem den Südeuropäern zunehmend die Lust auf Schokolade. Doch dank dem Konsum in Deutschland, Frankreich, Nordamerika und auch der Schweiz konnte Lindt & Sprüngli im ersten Halbjahr den Umsatz steigern und beim Gewinn kräftig zulegen.

Das Unternehmen hat für 1,03 Mrd. Fr. Schokolade verkauft (+2,6 Prozent). Operativ weist der Schokoladehersteller einen Gewinn (Ebit) von 48,7 Mio. Franken aus - ein Plus von 16 Prozent. Unter dem Strich bleiben 36,6 Mio. Franken (+14 Prozent).

Starker Franken lässt Umsätze schmelzen

Das erste Semester sei aufgrund der Staatsverschuldungen und der damit verbundenen Konjunkturlage kein einfaches Halbjahr gewesen, schreibt Lindt & Sprüngli in der Mitteilung vom Dienstag. Die wichtigsten Märkte in Europa stagnierten wert- und volumenmässig.

Zudem lässt der Schweizer Franken die Umsätze schmelzen. Lindt & Sprüngli exportiert von der Schweiz aus in mehr als 80 Ländern. Um weiterhin international wettbewerbsfähig zu blieben, werden Massnahmen ergriffen, um die Kostennachteile auszugleichen. Weitere Angaben dazu machte Lindt & Sprüngli nicht.

Expansion in Asien

Zufrieden zeigte sich das Unternehmen mit der Entwicklung in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und in Nordamerika. Innovative Ansätze - etwa Angebote für den Valentistag - haben das Geschäft belebt.

Potenzial zieht Lindt & Sprüngli in Asien. In China nahm eine neu gegründete Tochter operativ den Betrieb auf, in der Hauptstadt Japans eröffnete Lindt & Sprüngli zwei Cafés.

Das Unternehmen will seine geografische Expansion fortführen. Priorität hat zudem der Zugewinn von Marktanteilen in Schlüsselmärkten. Zwar rechnet Lindt & Sprüngli mit einer Verschärfung der Eurokrise und in manchen Ländern mit schwächerer Konsumentenstimmung. Dennoch will das Unternehmen im Gesamtjahr organisch um bis zu 8 Prozent wachsen.

(sda)

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